Der Führerschein, für den Frauen bis 1958 die Erlaubnis ihres Vaters brauchten

Am 1. Juli 1958 änderte sich in westdeutschen Fahrschulen eine einzige Zeile auf dem Anmeldeformular — und mit ihr die Bedeutung des Führerscheins für eine ganze Generation von Frauen. Diese Folge dokumentiert, was an diesem Tag wirklich geschah. Anhand einer jungen Frau in Heilbronn, ihres Fahrlehrers und eines Volkswagen Käfer mit unsynchronisiertem Getriebe zeigt diese Dokumentation, wie sich ein Gesetz und ein Alltag nicht im selben Tempo bewegten. Was auf dem Papier sofort galt, brauchte auf der Straße, in der Fahrschule und am Küchentisch deutlich länger. Wenn Sie diese Zeit selbst erlebt haben — oder von Ihrer Mutter oder Großmutter davon gehört haben — wird Ihnen vieles in dieser Folge bekannt vorkommen. Und wenn nicht, zeigt sie, wie eng die Geschichte der Mobilität mit der Geschichte der Gleichberechtigung in Deutschland verbunden ist. Weitere Folgen dieser Reihe über die westdeutsche Fahrschulkultur 1950–1990 finden Sie auf diesem Kanal. #Führerschein #Fahrschulgeschichte #Westdeutschland195