KG 107 Die Buttlarsche Rotte

Die so genannte „Buttlarsche Rotte“ gilt bis heute als die extremste Gruppierung des radikalen Pietismus. Unter der Leitung von Eva von Buttlar (1670-1721) versuchte man eine experimentelle christliche Kommunität von unverheirateten Frauen und Männern aufzubauen, in der sich Gesellschaftskritik, Frömmigkeit, endzeitliche Naherwartung, mystische Spekulationen, rituelle Sexualakte und Gütergemeinschaft miteinander verbanden. Das war nicht nur für die Landesherren, sondern selbst für die anderen radikalen Pietisten zu viel des Guten … Tipps zur Vertiefung für Studierende der Ev. Hochschule Tabor 1. Arbeitsblatt: K-107: Die Evische Sozietät (Buttlarsche Rotte) 2. Quellentexte: • KGQ-118: Pietistenedikt von 1702 • KGQ-119: Verordnung gegen den Pietismus von 1703 • KGQ-120: Zeitgenössischer Bericht über den Wittgensteiner Pietismus um 1700 • KGQ-121: Thomas Hoeren: Der Prozess gegen die Buttlarsche Rotte 3. Literaturhinweise: o Willi Temme, Krise der Leiblichkeit : die Sozietät der Mutter Eva (Buttlarsche Rotte) und der radikale Pietismus um 1700 (Göttingen 1998) o Barbara Hoffmann, Radikalpietismus um 1700 (Frankfurt 1996); 4. Lustige Ergänzung: Kurz-Video-Theaterstück über den Prozess gegen Eva von Buttlar https://pastor.digital/2020/07/16/03-... von Micha Steinbrück 5. Mögliches Thema für eine Seminararbeit: o Die Buttlarsche Rotte – Schandfleck des Pietismus oder nur das Opfer übler Nachrede? 6. Für die Klausurvorbereitung: o Inwiefern kann man die Buttlarsche Rotte als eine typisch neuzeitlich-fromme Gruppierung bezeichnen? (c) Prof. Dr. Frank Lüdke, Ev. Hochschule Tabor, Marburg Aufgenommen am 05.10.2020