Vogtländische Schweiz, Rentzschmühle, Steinbruch Rentzschmühle, Klettergebiet Steinicht ,Cossengrün

Rentzschmühle ist eine zur Gemeinde Pöhl im Vogtlandkreis (Freistaat Sachsen) gehörige Siedlung an der Weißen Elster. Der Ort an der Grenze zwischen Sachsen und Thüringen hat 43 Einwohner in 19 Häusern (Stand: 2008). Der Großteil der Siedlung liegt in der Flur der einst selbstständigen Gemeinde Ruppertsgrün, die am 1. Januar 1994 mit den Gemeinden Jocketa, Helmsgrün, Möschwitz und Herlasgrün zur neuen Gemeinde Pöhl zusammengeschlossen wurde. Rentzschmühle liegt an einer ehemaligen Furt über die Weiße Elster am Ausgang des Landschaftsschutzgebietes Steinicht, wo die Wege von Cossengrün und Ruppertsgrün ins Tal hinabführen. Die Siedlung befindet sich im Nordwesten der Gemeinde Pöhl im Zentrum des Naturraumes Vogtland (Vogtländische Schweiz) im sächsischen Teil des historischen Vogtlands. Die Siedlung liegt in der Flur von vier verschiedenen Orten. Der Hauptteil mit den meisten Häusern östlich der Weißen Elster liegt in der Ruppertsgrüner Flur. Nur wenige Häuser am Rentzschmühlenbächel befinden sich in der Liebauer Flur. Die Häuser westlich der Weißen Elster mit dem Bahnhof Rentzschmühle liegen hingegen in der Flur von Trieb. Das der Rentzschmühle gegenüber, am westlichen Ufer der Weißen Elster gelegene „Lochhaus“ ist thüringisch und die zweitälteste Siedlung in diesem Winkel. Seinen Namen hat es von dem „Lohe“-bewachsenen Grund. Dieses gehört zum Greizer Ortsteil Cossengrün, im Thüringer Vogtland. Rentzschmühle ist keine einheitliche Gemeinde, sondern eine Siedlung, die zu zwei Ländern (Sachsen und Thüringen), drei Kirchspielen Ruppertsgrün, Steinsdorf, Schönbach und vier Gemeinden (Ruppertsgrün, Cossengrün, Trieb und Liebau) gehörte. Die Bewohner von Rentzschmühle konnten dieser Verhältnisse wegen dreimal im Jahr Kirmes feiern, zumal auch die dazu nötigen Einkehrstätten in jedem Ortsteil nicht fehlten. Das Steinicht ist ein steilwandiges Flusstal der Weißen Elster und befindet sich im mittleren Vogtland in Westsachsen und zum kleinen Teil in Ostthüringen. Es gehört zur Vogtländischen Schweiz und zum 1.510 ha großen Landschaftsschutzgebiet Kuhberg – Steinicht. Das drei Kilometer lange, bis zu 70 Meter tief eingeschnittene V-Tal zwischen Rentzschmühle und Franzmühle gilt mit Recht als die eindrucksvollste Talstrecke des gesamten Elsterlaufes. Die Aue ist stellenweise kaum 50 Meter breit. Die vielfach fast senkrecht aufragenden Talwände sprechen für die gute Verwitterungsresistenz des Diabases, in den sich der Fluss seit Beginn der Talbildung am Übergang vom Tertiär zum Quartär eingetieft hat. Das Steinicht gilt als das größte Klettergebiet des Vogtlandes. Es wurde bereits 1834 vom Plauener Turnvater Otto Leonhard Heubner erschlossen. Gleich hinter Rentzschmühle kann man die Bergsteiger am Nelkenstein beobachten, danach der Uhustein. Der Orbisgraben ist benannt nach dem heiligen Urbanus, dem eine Kapelle auf der Höhe geweiht war. Es ist ein steiler wildromantischer Aufstieg hinauf in die Cossengrüner Flur. Hier befinden sich die Felsen Dornbusch (Dornstaude), Turm, Teufelskanzel, Hundstein und Peterstein. Ganz vorn der Fuchsstein am linken Elsterufer. Am rechten Elsterufer befindet sich der Otterstein. Am Uhustein nistete noch Ende des 19. Jahrhunderts der Uhu. Der Naturfreund und der Botaniker finden zahlreiche seltene Pflanzen. Selbst bei normalen Wasserstand der Weißen Elster rauschen die Fluten im Bereich des Orbisgrabens mit beachtlichem Gefälle über die Steine im Flussbett, und Hochwassermarken von 1898 und 1954 an der Felswand des Petersteines zeugen davon, welche Naturgewalten sich in diesem Tal entfesselten und zu verheerenden Schäden führten. Hier befinden sich die alten Grenzmarken, die die Fischereirechte markierten. Durch das Tal führt keine Straße. Nur die Elstertalbahn und Wanderwege begleiten hier den Lauf der Weißen Elster. Der Reitsteig auf der rechten Talseite verband einst die Burg Liebau mit der Elsterberger Burg. Diese Strecke ist ein gut ausgebauter Weg. Für ortskundige Wanderer gibt es auch einen Weg entlang der Felsen auf der linken Talseite. Man muss dazu den Steinbruch passieren und hat auch am Nelkenstein eine kurze schlechte Wegstrecke. Dieser Weg ist besser zu begehen, wenn man von der Gippe startet und den Weg durch den Orbisgraben hinauf nach Cossengrün geht. Vom Hundsstein hat man dann einen Blick über das Tal. Quelle : Wikipedia

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