A.Schnitzler: Leutnant Gustl (Hörspiel BR 1976) - Kunstkopf

Leutnant Gustl - Hörspiel nach Arthur Schnitzler (*15. Mai 1862, Wien – †21. Oktober 1931, Wien) Produktion: Bayerischer Rundfunk, 1976 – 67 Minuten (#Kunstkopfstereo) Regie und Bearbeitung: Raoul Wolfgang Schnell (*22. Februar 1914, Bleicherode – †21. Juni 2003, München) Inhalt: Die Novelle Leutnant Gustl (1900) von Arthur Schnitzler gilt als Meilenstein der deutschsprachigen Literatur. Sie ist die erste durchgehend im inneren Monolog geschriebene Erzählung und eine scharfe Satire auf den starren Ehrenkodex der k.u.k. Offiziersgesellschaft. Das Werk kostete Schnitzler seinen Offiziersrang, brachte ihm jedoch literarischen Ruhm. Das Hörspiel überträgt diesen inneren Monolog konsequent ins Akustische: Durch die Kunstkopfstereophonie wird der Hörer direkt in die Gedankenwelt des jungen Leutnants versetzt. Während eines Konzerts wird Gustl von einem zivilen Bäckermeister beleidigt – ein unerhörter Affront in seiner Welt, in der Ehre alles bedeutet. Nach dem gesellschaftlichen Kodex bleibt ihm nur eine Lösung: Selbstmord. Verzweifelt streift er durch die nächtlichen Straßen Wiens, grübelt über sein Leben und seine Stellung nach, bis ein unerwartetes Ereignis seine Sicht verändert. Mitwirkende: Herbert Rhom (*16. August 1943, München – †24. Juli 2016, München) – Leutnant Gustl Karl Maldek (*12. Juni 1924) – Bäckermeister Josef Schwarz (*3. Februar 1939, Graz) – Doktor Lisi Mangold (*24. April 1950, Zürich – †4. Januar 1986, München) – Steffi Alexander Malachovsky (*20. August 1922, Wien – †30. November 1989, München) – Kellner