Einstweilige Maßnahmen des EGMR

Verfahren beim EGMR dauern in der Regel lang. Einstweilige Anordnungen (oder einstweilige Maßnahmen) des EGMR sind eine Möglichkeit, zu verhindern, dass bereits vollendete Tatsachen geschaffen werden, bevor der Gerichtshof ein Urteil in der Hauptsache spricht. Sie kommen vor allem dann in Betracht, wenn für den Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr für Leben oder Gesundheit besteht. Die Hauptfälle in der Praxis sind drohende Abschiebungen in ein Land, in der Beschwerdeführer gefoltert werden oder der Todesstrafe ausgesetzt sein könnte.