Robert-Stolz-Operette „Grüezi“ (Querschnitt) mit Peter Alexander, Elsie Attenhofer u.a.

1934 hatte in Zürich die Robert-Stolz-Operette „Grüezi“ Premiere. Sie hatte dann bis zum Zweiten Weltkrieg in vielen Ländern (und unter verschiedenen Namen) großen Erfolg, der sich aber später nicht fortsetzte. Immerhin produzierte Franz Marszalek 1954 eine Radio-Gesamtaufnahme (NWDR), aus der wir hier einen musikalischen Querschnitt hören. Mit dabei waren viele Künstler, die teilweise noch am Anfang ihrer glanzvollen Karriere standen. Unter anderen sind dies: Benno Kusche, Peter Alexander Lou van Burg, Willy Hofmann, Elsie Attenhofer, Hermann Pfeiffer, Peter René Körner, Herta Talmar, Maria Mucke, Franz Fehringer und Gisela Schlüter. Die Operette war als Schweizer Pendant zum „Weißen Rössl am Wolfgangsee“ zu der Robert Stolz ja auch Lieder beigesteuert hatte. Doch das Schweizer Ambiente kam bei den Eidgenossen (oder zumindest den Konservativen unter ihnen) nicht an. Traditionalisten sahen das lockere Treiben auf der Operettenbühne mit Empörung. In anderen Ländern heimste das Werk durchaus Erfolge ein, in Deutschland selbst noch nach 1938, als Robert Stolz bereits im Exil war und die jüdischen Librettisten Robert Gilbert und Armin L. Robinson nur unter Pseudonym genannt werden durften. Dass der Erfolg nach dem Kriege nicht mehr zurückkehrte, könnte auch etwas mit der Tatsache zusammenhängen, dass der Name der Operette bei fast allen Inszenierungen geändert wurde. Wikipedia nennt u.a. „Grüezi (Der wilde Mann)“, „Servus! Servus!“, „Grüss Gott! Grüss Gott!“, „Himmelblaue Träume“, „Ciao! Ciao!“, sowie „Hochzeit am Bodensee“. Eine Werkgeschichte findet man bei der Schweizer „Bühne Burgäsche“, die das Stück 2019 erstmals wieder in voller Länge und Orchestrierung aufführte: https://burgaeschi.ch/home/operette/g... Bitte besuchen Sie auch meinen Kanal mit Melodien von Paul Abraham    / kjosefw