Ballenstedt Stadt meiner Kindheit und Jugend 3

Dieser kleine Film zeigt die am Nordrand des Ostharzes gelegene Stadt Ballenstedt und deren Ortsteil Opperode, in welchem ich 1941 geboren wurde. Mein Geburtshaus steht seit mehr als 20 Jahren leer, weil ein Miterbe der Eigentümer, die es nach dem Tod meines Großvaters von uns Erben gekauft hatten, damals den zur Auseinandersetzung erforderlichen Verkauf verhindert hat. Dieses Haus war das einzige in unserem Dorf, das am 18. April 1945 durch einen Beschuss vonseiten amerikanischer Artillerie von dem bei Meisdorf gelegenen Pastor Hohenberg aus zerstört wurde. Meine Mutter verlor dabei ihr Leben, ich selbst habe nur überlebt, weil ich 20 Sekunden vor der Explosion einer der drei auf unserem Grundstück eingeschlagenen Granaten von einem deutschen Soldaten in den Keller gebracht wurde. Auch der Soldat wurde durch Splitter von dieser Granate getötet. Ich wuchs deshalb - und weil auch mein Vater ein Opfer des Krieges geworden war - bei meinen Großeltern in Opperode auf. Trotz dieses dramatischen Ereignisses kurz vor meinem vierten Geburtstag habe ich nach Kriegsende in Opperode und Ballenstadt eine schöne Kindheit verbracht. Ballenstedt ist mir stets Heimat geblieben. Ich wollte mit dem Film meinen Kindern und Enkeln von dieser Heimat erzählen. Wer diesen Film ansieht, wird von mir um Entschuldigung für die Mängel gebeten, die er vor allem im Audiobereich hat. Wenn jemand Fragen an mich hat, kann er bzw. sie zu mir unter [email protected] per E-Mail in Kontakt treten. Meinem alten Freund Erich Grützmann danke ich für das Gespräch, bei dem ich ihn filmen durfte. Dr. Jürgen Herrmann, Rechtsanwalt und Notar a.D.