Der Wilderer von Annaberg | Thema 23.09.2013

Es ist die Kaltblütigkeit, die schockiert. Mit gezielten Schüssen auf Kopf und Oberkörper tötet Alois Huber am vergangenen Dienstag vier Menschen in einer Nacht. Eine Nacht, die als eine der schwärzesten in die österreichische Kriminalgeschichte eingehen wird. Drei Polizeibeamte und ein Rettungssanitäter müssen sterben. "Nicht einmal im Krieg schießt man auf Rettungskräfte", zeigen sich die Menschen im niederösterreichischen Annaberg bestürzt. Jetzt stellen sich Fragen: Wer war dieser Alois Huber, 55 Jahre alt, Transportunternehmer aus der Nähe von Melk, passionierter Jäger und dekorierter Sportschütze und was hat ihn zu dieser Wahnsinnstat getrieben? Seit fünf Jahren werden in der Gegend um Annaberg Hirsche gewildert, zwischen 15 und 20 sollen es gewesen sein. Die Polizei gründete aus diesem Grund eine eigene Sonderkommission. Montagnacht sollte die Falle zuschnappen. Hat die Polizei die Gefährlichkeit des Täters falsch eingeschätzt? „Ich bin der Wilderer von Annaberg und einsperren lasse ich mich nicht“, das soll Alois H. seinem besten Freund Herbert Huthansl nur wenige Stunden vor seinem Selbstmord gestanden haben, während bereits mehrere hundert Polizisten das Haus belagert haben. Zoran Dobric hat mit Herbert Huthansl gesprochen und ungewöhnliche Einblicke in das Wesen des Todesschützen bekommen. Über die Chronologie der Ereignisse, das Psychogramm des Vierfachmörders und die Hintergründe der Wahnsinnstat berichten Oliver Rubenthaler, Gudrun Kampelmüller, Rike Fochler, Eva Kordesch, Andreas Glantschnig und Markus Stachl. Weitere Beiträge von Thema findet ihr auf https://on.orf.at