Andreas Eichmüller und Jan Erik Schulte: Die SS in der Bundesrepublik
Am 29. Januar 2019 stellten Andreas Eichmüller und Jan Erik Schulte ihre beiden neu erschienenen Bücher im NS-Dokumentationszentrum München vor und diskutieren über die Geschichte der SS in der Bundesrepublik. Durch die Veranstaltung führt Johannes Hürter (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin). Der Historiker Andreas Eichmüller (NS-Dokumentationszentrum München) untersucht in seinem Buch „Die SS in der Bundesrepublik“ die Debatten um die SS bis in die 1980er Jahre und betrachtet insbesondere das sich verändernde Bild der SS in der Öffentlichkeit. Der von Jan Erik Schulte (Leiter der Gedenkstätte Hadamar) mit herausgegebene Sammelband „Die SS nach 1945“ analysiert die Strafverfolgung der SS nach 1945, die personellen Seilschaften und politischen Kontinuitäten. Durch den Abend führte Johannes Hürter (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin). Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebten über eine halbe Millionen ehemalige SS-Angehörige in Westdeutschland. Obwohl die SS für die schwersten NS-Verbrechen verantwortlich war und 1946 als verbrecherische Organisation verboten wurde, konnten sich die allermeisten ihrer Mitglieder weitgehend lautlos in die bundesrepublikanische Gesellschaft integrieren. Dieser Widerspruch führte in der Öffentlichkeit immer wieder zu Skandalen um die SS-Vergangenheit einzelner Personen sowie zu Diskussionen über die Grenzen der Integration von NS-Tätern und den Umgang mit ihnen. https://www.nsdoku.de

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