Grundspiel C (DHB-Testmanual)

KM darf sich nur innerhalb des KM-Sektors in der Nähe des 6-m-Raums aufhalten. Sie/Er darf jederzeit vom mitspielenden RM angespielt werden. Auch die beiden Zuspielerinnen/Zuspieler dürfen KM anspielen. KM darf den 1-m-Sektor vor der Ballannahme nur mit einem Fuß verlassen. In Ballbesitz ist ihre/seine Bewegung nicht mehr eingeschränkt. RM darf die Tabuzone im zentralen Spielraum nur ohne Ball überqueren bzw. betreten. Sie/er darf in beiden Angriffszonen über den Rückraum kommend angreifen und dort von der/dem jeweiligen (für die Abwehr-/Angriffszone) zuständigen Abwehrspielerin/Abwehrspieler offensiv bekämpft werden. Innerhalb der 9-m-Zone gibt es keine Tabuzone. Tabuzone: 1 m Breite zentral mit zwei Tapestreifen markiert von 9 m bis 11 m Raum: 4 m Breite entlang der 9-m-Linie jeweils links und rechts von den Tapestreifen der Tabuzone. Raumbegrenzung durch Tapestreifen von 6-mLinie bis 11 m vor dem Tor. Dabei sind die Enden bei 11 m auch 11 m auseinander. KM-Sektor: 1 m Breite zentral direkt in Verlängerung der Tabuzone mit zwei 30-cmTapestreifen markiert an 6 m bis 6,30 m Zuspieler rechts: auf der RR-Position, 2 m außerhalb der Markierung des Raumes, 12 m von der Torauslinie Zuspieler links: auf der RL-Position, 2 m außerhalb der Markierung des Raumes, 12 m von der Torauslinie Ablauf Das Grundspiel wird in Zweierteams gespielt. Jede Spielerin/jeder Spieler verteidigt insgesamt fünfmal in Raum A und fünfmal in Raum B und ist für fünf Angriffe KM und für fünf Angriffe RM (4 Positionen à 5 Angriffe/Abwehr = 20 Aktionen). Die Wiederholungszahlen können flexibel gestaltet werden. Team 1 beginnt mit fünf Angriffen gegen Team 2. Nach fünf Angriffen wechselt Team 1 innerhalb des Angriffs, Team 2 wechselt innerhalb der Abwehr die Positionen. Nach diesen 10 Angriffen führen zwei neue Zweierteams Grundspiel C durch. Das Grundspiel wird so lange wiederholt, bis jede Spielerin/jeder Spieler auf allen vier Positionen fünf Aktionen hatte. Bei Bedarf werden Spielerinnen/Spieler, die das Grundspiel bereits absolviert haben, bei den letzten Teams erneut eingesetzt, um für jede Spielerin/jeden Spieler 4x5 Aktionen zu ermöglichen. Materialbedarf Handbälle (Mädchen = Größe 1, Jungen = Größe 2) SR-Bedarf Klebeband zur Markierung der Sektoren Beobachtungsschwerpunkte: Defensive Spielweise  Abschirmen der Passwege zu KM  Zum Ball agieren  Regelgerechtes Arbeiten KM (kein Umkreisen und Trikothalten, Hände offen halten)  Kommunikation (z. B. verbale Steuerung der offensiven Verteidigerin/des offensiven Verteidigers)  Taktisch richtiges Aushelfen bei der offensiven Verteidigerin/beim offensiven Verteidiger nach Durchbruch des RM  Zuordnen von KM vor Umschalten in die offensive Rolle (in den Kreis/zum Abwehrpartner)  Schnelles Umschalten in die offensive Rolle bei richtiger Wahrnehmung Offensive Spielweise  Frühzeitiges Erkennen der Zuständigkeit für die offensive Rolle  Erarbeiten des optimalen offensiven Zweikampfortes durch schnelles Umschalten und richtige Wahrnehmung  Taktisch richtige Stellung in Relation zum RM  Ballorientierung bei Pässen, Prellen und gehaltenen Bällen vor dem Körper des Ballführers  Wirkungsvolle regelgerechte Körperkontakte, wenn keine Chance auf Ballgewinn  Schnelles Korrigieren der Stellung bei Bewegung von RM  Stellen verschiedener Aufgaben an Passgeberin/Passgeber und RM  Offenhalten der Hände bei Körperkontakt (kein Trikothalten) und kein Klammern  Schnelles Umschalten in die defensive Rolle bei richtiger Wahrnehmung Rückraumspieler  Passqualität zu Zuspielerin/Zuspieler und KM (Anspielvarianten)  Sinnhaftes Auswählen der jeweiligen Angriffszonen in Abhängigkeit der Wahrnehmung des Abwehrverhaltens  Passtäuschungen zu Zuspielerinnen/Zuspielern vor Anlaufen der Angriffszonen  Sinnvolles Anlaufen der gegnerfreien Bereiche in den jeweiligen Abwehrzonen (Zuspielerinnen/Zuspieler müssen RM Zeit geben, die Räume vor Ballerhalt anzulaufen)  Situative Wahrnehmung (Rückraumwurf - Durchbruch - Anspiel an KM - Anspiel an Zuspielerin/Zuspieler)  Durchsetzungsvermögen im Offensivzweikampf  Rückraumwurfqualität (schneller Wurf) Kreisspieler  Positionieren innerhalb des engen Raumes gegenüber der defensiven Verteidigerin/dem defensiven Verteidiger  Regelgerechtes Stören der Laufwege der Abwehr innerhalb des zugelassenen Raumes  Fangfähigkeit  Durchsetzungsvermögen mit Ball  Abschlussverhalten Zuspieler  Passqualität zu RK, KM und gegebenenfalls zur Zuspielerin/zum Zuspieler-Partnerin/Partner  Entscheidungsverhalten / Risikoa