3 4 Bosnien - Sarajevo

Ich starte in Babin Do auf über 1.200 Metern Höhe. Die Straße führt in weiten Kehren bergab durch dichte Wälder. Passiere das charmante Bergdorf Hadžići und genießen Sie die Ausblicke auf den Gebirgszug Igman. Ich fahren über die Vororte Ilidža und Grbavica in die Stadt ein, folöge der Hauptstraße immer entlang des Flusses Miljacka direkt nach Osten bis zur Altstadt. Diese osmanische Steinbrücke, Lateinerbrücke, über die Miljacka erlangte weltweite, tragische Berühmtheit. An ihrer Nordseite verübte Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand, welches den Ersten Weltkrieg auslöste. Eine Plakette an der Straßenecke markiert den exakten Ort des Geschehens. Der Osmanische Basar (Baščaršija) wurde im 15. Jahrhundert gegründet, das Viertel ist gekennzeichnet durch enge Gassen, die nach traditionellen Handwerken benannt sind. In der Gasse Kazandžiluk (Kupferschmiede-Gasse) hört man das rhythmische Hämmern der Handwerker, die Kaffeekannen und Souvenirs herstellen. Es duftet überall nach traditionellem Mokka und Ćevapčići. Der Sebilj (Holzbrunnen) ist ein markanter, pseudomaurische Holzbrunnen aus dem Jahr 1753 steht mitten auf dem zentralen Marktplatz (oft "Taubenplatz" genannt). Er ist das absolute Wahrzeichen Sarajevos. Die Legende besagt: Wer einmal aus dem Brunnen trinkt, kehrt garantiert nach Sarajevo zurück.