Hannoveraner Hengst des Jahres 2023: Edward v. Embassy/Fabriano/Singular Joter
Er ist ein Fuchshengst, und er verkörpert Hannovers Tugenden wie kaum ein anderer: Der Celler Landbeschäler Edward ist Hannoveraner Hengst des Jahres. Begann seine Karriere schwerpunktmäßig als Dressurpferdevererber ist er jetzt nach dem Doppelgold seines Sohnes Kind Edward bei der Weltmeisterschaft in Herning/DEN auch bei Springpferdezüchtern gefragt. Schon vor fünf Jahren hatte sich sein Züchter Hans-Heinrich Dittmer aus Radbruch in der Niedersachsenhalle über den Grande-Preis gefreut. Abstammung, Werdegang, Vielseitigkeit, Farbe, Vererbung: Es gibt viele Attribute, die den Hannoveraner Hengst des Jahres als waschechten Hannoveraner ausweisen. Bei Hans-Heinrich Dittmer in Radbruch wurde der großrahmige Fuchs 2005 als drittes Fohlen der St.Pr.St. Fabienne geboren. Fabienne selbst war einst Siegerstute auf der Schau in Luhmühlen und auch auf der Louis Wiegels-Schau 2003 prämiert. Ihr Vater Fabriano steht ebenso für eine vielseitige Vererbung wie Edwards Vater Embassy. Edwards Weg führte ihn schon als Fohlen geradewegs in das Landgestüt Celle. Er wuchs im Hengstaufzuchtgestüt Hunnesrück auf und absolvierte seine Hengstleistungsprüfung in Adelheidsdorf mit 120,72 Punkten im Springen und 142,93 Punkten in der Dressur. Im Anschluss an die Hengstleistungsprüfung wurde er gekört und bezog vierjährig erstmals eine Beschälerbox in Adelheidsdorf, bevor er ab 2010 in Ankum stationiert wurde. Durch seine Doppelveranlagung geriet Edward von Anfang an in den Fokus und eroberte sich eine Fangemeinde, die ihm Spring-, überwiegend Dressur- und auch Halbblutstuten zuführte. Edwards sportliche Karriere wurde von Birte Senftleben eingeleitet, bevor nach der Decksaison 2011 der erfahrene Hans-Peter Klaus im Sattel des stattlichen Fuchses Platz nahm und ihn in weniger als einem Jahr zu ersten Erfolgen in S-Dressuren führte. Schon 12 Monate später wechselte der Hengst in den Beritt von Charlott-Maria Schürmann, die nahtlos an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen konnte. 2013 gewannen die beiden Silber mit der Mannschaft bei den Dressur-Europameisterschaften der Jungen Reiter im französischen Compiegne gewonnen. Erste Ergebnisse der Zuchtwertschätzung wiesen hohe Werte in Jungpferdeprüfungen für beide Disziplinen aus. Folgerichtig wurde Edward 2018 mit dem Grande-Preis ausgezeichnet. Inzwischen haben seine Nachkommen in allen drei Disziplinen Top-Niveau erreicht. Das macht Edward in der heutigen Zeit einzigartig. Bis heute sind „nur“ knapp 500 Fohlen, die ihn zum Vater haben, registriert, die in der überwiegenden Mehrzahl als Hannoveraner eingetragen wurden. Doch ausgerechnet der Herausragendste unter ihnen vertritt die belgischen Farben des BWP. Henrik von Eckermanns King Edward hat zudem eine rein hannoversch gezogene Mutter, in deren Pedigree am Beginn die Stammstute Hornburg steht. Der Fuchs gewann mit dem schwedischen Team Gold bei den Olympischen Spielen in Tokio/JPN und den Weltmeisterschaften in Herning/DEN. In Dänemark setzte er sich außerdem die Krone des Weltmeisters auf. Dazu kam im April dieses Jahres der Sieg im Weltcupfinale von Omaha/USA.

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