SBB Führerstandsmitfahrt - IC 2000 [NBS] [Mattstetten-Rothrist] [Full ᴴᴰ]

SBB Führerstandsmitfahrt - IC 2000 zwischen Mattstetten und Rothrist ▼ Infos zur Strecke ▼ Als Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist wird die von 1996 bis 2004 erbaute Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke von Mattstetten bei Bern nach Rothrist bei Olten bezeichnet, die im Rahmen von Bahn 2000 realisiert wurde. Dank der mit einer maximalen Geschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde befahrbaren Strecke ist es möglich, die Fahrzeit zwischen den wichtigsten Knotenpunkten der Schweiz wie Bern, Basel und Zürich unter eine Stunde zu drücken und damit einen systematischen Taktfahrplan zu realisieren. Die Bahnstrecke Mattstetten--Rothrist ist die erste der Schweiz, auf der das European Train Control System im regulären Betrieb zur Anwendung gekommen ist. Aufgrund von technischen Problemen wurde die ursprünglich für Dezember 2004 geplante ETCS-Einführung mehrfach verschoben. Am 2. Juli 2006 wurde ein nächtlicher Vorlaufbetrieb gestartet. Züge ab 21:30 Uhr verkehrten dabei mit bis zu 160 km/h mit ETCS. Die Umschaltzeit vom herkömmlichen Signalsystem mit Aussensignalen auf die Führerstandsignalisierung ETCS wurde dann sukzessive vorverschoben und seit dem 18. März 2007 verkehren die Züge ganztags ETCS-geführt mit Tempo 160, seit Dezember 2007 mit bis zu 200 km/h. Die streckenseitige ETCS-Ausrüstung besteht aus einem Radio Block Center, den erforderlichen Eurobalisen und einem elektronischen Stellwerk. Die ETCS-Rückfallebene wird in den Jahren 2013 und 2014 abgebaut. Die Kosten für den Abbau der Signale und Anpassungen an den sicherungstechnischen Anlagen werden mit 6,2 Millioonen Franken beziffert. Zwei Auflagen der Plangenehmigugnsverfügung der Neubaustrecke verlangten, dass die Rückfallebene spätestens zehn Jahre nach der Inbetriebnahme aufgelöst würde. Die Bauarbeiten an der seit 1926 längsten Neubaustrecke der Schweiz begannen im April 1996. Als geplanter Fertigstellungstermin wurde dabei das Jahr 2005 angegeben. Am 30. April 2004 wurde, auf der bernisch-solothurnischen Kantonsgrenze bei Inkwil, das letzte Schienenstück eingesetzt.