Teil 4: Fotoserie: Ludwigstraße bis Dreiflüsseeck

Geschichte in Daten: Im 1. Jahrhundert wurde am rechten Innufer das Kastell Boiodurum errichtet. Es gehörte als Bestandteil des Limes zur römischen Provinz Raetia. Im 6. Jahrhundert nahmen die Bajuwaren das Gebiet in Besitz und erbauten auf der Halbinsel eine Herzogsburg. 739 wurde das Kloster Niedernburg gegründet. Das Amt der Äbtissin hatte die Schwester von Kaiser Heinrich II. inne. Dieser übertrug die weltliche Herrschaft über die Stadt 999 dem Bischof Christian von Passau. 1078 bis 1099 löste die Burggrafschaft Passau die Herrschaft der Bischöfe ab. Heinrich IV. hatte dem Grafen Ulrich von Passau die Herrschaftsrechte verliehen; nach seinem Tod fielen sie erneut an die Bischöfe zurück. 1161 schenkte Kaiser Friedrich I. Barbarossa dem damaligen Bischof das Kloster Niedernburg; 1217 wurde es Sitz des Fürstbistums Passau. Zu dieser Zeit war das Passauer Schmiedhandwerk von Bedeutung. Als Passau 1225 die Stadtrechte verliehen wurden, war die Stadt ein Fürstbistum mit beträchtlichem Wohlstand. 1552 bereitete der Passauer Vertrag den Weg für den Augsburger Reichs- und Religionsfrieden von 1555. 1622 bis 1633 wurde die Philosophisch-Theologische Hochschule erbaut. 1662 wurde Passau durch einen Brand vollständig zerstört. Die italienischen Baumeister Giovanni Battista Carlone und Carlo Lurago bauten die Stadt wieder auf und verliehen ihr ihr heutiges Erscheinungsbild. 1802 beendete die Säkularisation in Bayern Passaus Zeit als Fürstbistum. Die Stadt wurde für drei Jahre an das Kurfürstentum Salzburg angeschlossen und kam 1805 an Bayern. 1806 bis 1839 war Passau die Hauptstadt des Unterdonaukreises, dem Vorläufer des späteren Regierungsbezirks Niederbayern. 1821 wurde die Stadt erneut Bischofssitz. 1860 fand die Eröffnung der Eisenbahnstrecke nach Straubing statt, 1927 ging mit dem Donaukraftwerk Kachlet das bislang größte Kraftwerk Deutschlands in Betrieb. 1934 bis 1935 wurde in Passau die Nibelungenhalle errichtet; 1935 war hier eine Einheit der Österreichischen Legion stationiert. 1945 übergab der amtierende Bürgermeister Carl Sittler die Stadt an ein Infanterie-Regiment, das dem US-amerikanischen General Stanley Eric Reinhart unterstand. 1952 fanden erstmals die Festspiele Europäische Wochen Passau statt. Sie haben sich als größtes Kulturfestival der Dreiländerregion Ostbayern, Oberösterreich und Böhmen etabliert. 1965 wurde das Wasserkraftwerk Passau-Ingling fertiggestellt, zugleich erfolgte der Ausbau des Kraftwerks Oberilzmühle. 1978 wurde Passau zur Universitätsstadt. 1980 erhielt die Stadt für ihre Bemühungen um die europäische Integration den Europapreis. 1993 wurde Passau mit mehr als 50.000 Einwohnern zum Oberzentrum der Planungsregion Donau-Wald erhoben. 2004 wurde die Dreiländerhalle in Betrieb genommen, die Nibelungenhalle abgerissen und mit dem Bau der Neuen Mitte begonnen. Diese umfasste die Neugestaltung eines großen Bereichs der Innenstadt.