Vom Motorrad-Imperium zur Ruine: Das tragische Schicksal der Zündapp-Werke

Zündapp war einmal mehr als nur ein Motorradname. Aus einer Nürnberger Zünderfabrik wurde eine Marke, die Deutschland auf zwei Räder setzte: vom KS 750 bis zu den Mopeds, mit denen eine ganze Generation ihre erste Freiheit erlebte. Neunzehnhundertsiebenundsiebzig liefen einhundertfünfzehntausend Maschinen in einem einzigen Jahr vom Band. Dann kamen Helmpflicht, Führerscheinpflicht, japanische Konkurrenz und Entscheidungen, die das Unternehmen nicht überlebte. Neunzehnhundertvierundachtzig war Schluss. Einhundertfünf Arbeiter aus Tianjin zerlegten die Münchner Fabrik bis auf die letzte Schraube. Was blieb, war ein Name. Und die Frage, wie ein deutsches Motorradimperium so vollständig verschwinden konnte.