Kohlmeisen Handaufzucht und hilfreiche Tipps

Die ersten Tage habe ich das Spezial-Aufzuchtfutter für Insektenfresser mit extra hohem Insektenanteil von Claus gemischt mit gekochten Pinkemaden, gekochten Buffalowürmern und ein paar Beoperlen. Ich habe alle Zutaten in eine alte elektrische Kaffeemühle gefüllt und kräftig durch gemixt bis ein weicher Teig entstand, aus dem ich dann kleine Perlen formte oder kleine Würmchen. Die Perlen am besten immer kurz in Wasser tunken, damit diese besser rutschen. Nebenbei bekamen die Meisen noch klein geschnittene Wachsmadenlarven (Bienenmaden) als Leckerli. Davon aber bitte nicht zuviel, sonst bekommen die Vögelchen Durchfall. Mehlwürmer mochten sie nicht, weil der Panzer so hart ist. Wenn die Vögelchen noch nicht selbst den Schnabel öffnen, dann den Teig einfach dünner zu einem Brei machen und mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) vorsichtig seitlich in den Schabel geben und dabei aufpassen, dass nichts unter die Zunge kommt und auch nicht zuviel auf einmal, damit nichts in die Luftröhre kommt und die Vögel sich verschlucken. Ab und zu ein paar Tröpfchen Wasser mit der Pipette ebenfalls seitlich und vorsichtig in den Schnabel geben. Meine Meisen hatten immer einen ordentlichen Durst. Vielleicht auch wegen der trockenen Heizungsluft. Bitte keine lebenden Maden/Pinkies füttern, denn diese fressen sich in die Magenwand der Tiere, die dann daran sterben. Weitere gute Tipps findest Du auf der Seite der Wildvogelhilfe = [email protected] Falls Ihr sehen wollt, wie die armen Vögelchen nach der 1. Nacht bei mir ausgesehen haben, schaut Euch Teil 1 an. Mittlerweile sind die Meisen seit über 4 Monaten in Freiheit und haben sich prächtig entwickelt. Sie meistern ihr Leben selbständig und besuchen mich täglich mehrmals im Garten. Sie haben alle drei überlebt und sind wunderschön.