Alexander Koschel plays the organ by Georg Reichel of the Marktkirche in Halle a. d. Saale

Die mitteldeutsche Stadt Halle, malerisch am Fluss Saale gelegen, war bis 1680 Haupt- und Residenzstadt des Erzbistums Magdeburg. Zu Ihrem Reichtum, der sich noch heute in der Innenausstattung der Marktkirche widerspiegelt, gelangte sie jedoch durch das „weiße Gold“ – die Salzgewinnung. Die Marktkirche Unser lieben Frauen wurde in der Zeit von 1530 bis 1554 anstelle der romanischen Basiliken St. Gertraud und St. Marien errichtet. Zwischen den von diesen beiden Kirchen verbliebenen Türmen (Blaue Türme und Hausmannstürme) entstand einer der letzten großen Hallenbauten der obersächsischen Spätgotik. In seiner Ausstattung leitet er den Übergang von der Gotik zur Renaissance ein. Die 1663/64 von Georg Reichel auf der Ostempore über dem Altar errichtete kleine Orgel mit 6 Registern gehört zu den wertvollsten musikalischen Denkmälern der Stadt Halle. Sie blieb weitgehend original erhalten. Bei der 1972 durch den Alexander-Schuke-Orgelbau (Potsdam) erfolgten umfassenden Restaurierung wurden die ursprüngliche Tonhöhe sowie die originale mitteltönige Stimmung wiederhergestellt. * * * The East German city of Halle, set picturesquely on the River Saale, was the main city and residence of the Archbishopric of Magdeburg until 1680. It attained its wealth, reflected even today in the interior decoration of the Marktkirche, by means of “White Gold” -- salt mining. The Marktkirche of Our Lady (Unser lieben Frauen) was built between 1530 and 1554 in place of the St Gertraud and St Marien Basilicas. Between the remaining towers of these two churches (the Blaue Türme and Hausmannstürme) there arose one of the last great hall-churches of the late upper Saxonian Gothic period. Its décor introduces the transition form the Gothic to the Renaissance. Georg Reichel’s small organ of 1663/64, with 6 stops, situated on the east end gallery above the altar, is one of the most valuable musical monuments of the city of Halle. It remained largely unaltered. In the comprehensive restoration of 1972, carried out by Alexander-Schulke-Orgelbau (Potsdam), the original pitch and tuning were restored.