232- Einsatz zwischen Gehlberg und Zella-Mehlis im Spätsommer 1998
Hallo liebe Zuschauer, die 232-Saga geht weiter! Diesmal wieder mittels einer Neufassung, die euch bessere Qualität bietet als der vorhandene Film sowie auch etwas länger ist. Diesmal habe ich mich auf den Abschnitt der Südrampe zwischen Oberhof und Zella-Mehlis konzentriert, aber auch Gehlberg auf der Nordseite vor dem Brandleitetunnel nicht vergessen. Oder sollte ich schreiben: Ost-und Westseite? Der Brandleitetunnel verläuft nämlich genau so ausgerichtet. Ihr wisst aber trotzdem sicher, was ich meine :) An der talwärtigen Einfahrt in den Bahnhof Gehlberg stand das Stellwerk XO. Leider wurde es in den letzten Jahren abgerissen, da mit Einzug der elektronischen Signaltechnik die Formsignale überflüssig wurden wie das Stellwerk selbst auch. Weiter gehts im bahnhof Zella-Mehlis, der sich wenige Jahre später auch grundlegend verändern sollte. In meinem Video seht ihr noch die alte Ausstattung wie zu DR-Zeiten mit dem kurzen Bahnsteigdach und etlichen Fahrtmöglichkeiten zwischen den Gleisen. Viele Weichen wurden bei der Modernisierung ausgebaut, der Gleisplan wie überall ordentlich "verschlankt". Ein Hochbahnsteig wurde errichtet. Ihr seht eine Zugkreuzung zweier Regionalbahnen, die zwischen Erfurt und Eisenach die "große Runde" via Oberhof - Suhl fuhren. Abschließend finden wir uns auf dem Bahnhof Oberhof wieder. Besonderheit ist die dem Platz geschuldete recht kurze Ausführung der Bahnanlagen des Personenbahnhofes selbst. Gleich hinter dem Bahnsteig befindet sich auf der Bergseite der Brandleitetunnel, auf der anderen Seite liegt ebenfalls hinter dem Bahnsteig das Gefälle in Richtung Zella-Mehlis. Hiermit kommt der sogenannte "Winterbahnhof" ins Spiel, der eine außergewöhnliche Betriebsart zuließ. Bei besonders langen Zügen, wie sie kaum mehr vorkommen, sollte nicht vor dem haltzeigenden Hauptsignal am Brandleitetunnel gehalten werden. Man befürchtete, dass der im Gefälle stehende Zugteil die Kupplungen zu stark belasten könnte. Daher wurde wie folgt verfahren: der Zug fuhr auf Befehl am haltzeigenden Signal vorbei in den Brandleitetunnel hinein und setzte zurück auf die Gleise des Winterbahnhofs, der in der Ebene liegt. So konnte die Weiterfahrt mit dem Zug in der Ebene stehend erfolgen, außerdem war die Weiche an der Einfahrt aus Zella-Mehlis frei und konnte für überholende/ kreuzende Züge genutzt werden. Warum der Name Winterbahnhof? Der in der Ebene liegende Teil des Bahnhofs Oberhof, der aus Richtung Erfurt über eine Linksweiche am Bahnsteigende und einer DKW erreichbar ist, wurde früher regelmäßig für Winterurlauberzüge genutzt. Dazu fuhr der Zug praktisch am Bahnsteiggleis vorbei und direkt an die Ladestraße des Winterbahnhofs, die zu diesem Zweck eine Bahnsteigkante erhalten hatte. Ein Hauptsignal am Ende des Gleises sicherte die Weiterfahrt- allerdings nur für die Lok zum Umsetzen, denn bis zum Prellbock war es nicht mehr weit... Soviel zur Erklärung, bei Fragen einfach rückmelden! Viel Spaß beim ansehen wünsche ich, LG Torsten

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