Willy Millowitsch - Wir sind alles kleine Sünderlein (1973)
Aus dem Film "Alter Kahn und junge leute" Wir sind alle kleine Sünderlein ist ein deutscher Schlager. Die Melodie stammt von dem alten schlesischen Volkslied Wenn wir sonntags in die Kirche geh’n (Wenn mer suuntichs ei de Kerche giehn, aufgezeichnet 1887). Der deutsche Schlagerkomponist und Liedtexter Heinz Korn dichtete 1964 den Text „Wir sind alle kleine Sünderlein“ zu dieser Melodie, die von Werner Twardy und Fred Conta bearbeitet wurde. Gesungen wurde das Lied von Willy Millowitsch unter anderem in dem Spielfilm Alter Kahn und junge Liebe (1973). Das Lied wurde auf Schallplatte aufgenommen (Label Polydor) und mehrfach auf LP und Audio-CD wiederveröffentlicht. 1972 war die Titelzeile das Motto des Kölner Rosenmontagszugs. Willy Millowitsch (* 8. Januar 1909 in Köln; † 20. September 1999 ebenda) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Sänger. Der Volksschauspieler und Stimmungssänger spielte und sang auf Hochdeutsch und Kölsch. Er war Leiter des privaten Kölner Millowitsch-Theaters und trat in mehr als 125 Filmen sowie in diversen Fernsehrollen auf. Willy Millowitsch wurde 1909 in Köln geboren und stammte aus einer alten Schauspielerdynastie. Seine Eltern waren der in Düsseldorf geborene Schauspieler Peter Wilhelm Millowitsch (1880–1945) und dessen Ehefrau, die Wienerin Käthe Plank (1881–1942)[2]. Seine Tante war die Schauspielerin und Sängerin Cordy Millowitsch. Schon als Kind interessierte er sich mehr für das väterliche Theater als für die Schule. Als Dreizehnjähriger verließ er die Schule ohne Abschluss und ergriff den Schauspielerberuf. 1940 übernahm er die Leitung der väterlichen Bühne. Dabei war er oft als Regisseur und Hauptdarsteller zugleich tätig. 1939 heiratete er Linny Lüttgen; die Ehe wurde später geschieden. Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs beschädigten das Millowitsch-Theater an der Aachener Straße in Köln kaum. So wurde der Spielbetrieb auf Wunsch des Kölner Oberbürgermeisters, Konrad Adenauer, bereits im Oktober 1945 wiederaufgenommen, und bis ins Jahr 1949 fanden täglich Vorstellungen statt. Über viele Jahre leitete Millowitsch das Haus mit seiner Schwester Lucy Millowitsch, mit der er auch gemeinsam auf der Bühne stand. Die Geschwister galten als Idealbesetzung, wenn es darum ging, temperamentvolle Paare darzustellen. Am 28. September 1946 heiratete Millowitsch Gerda Feldhoff. Sie bekamen vier Kinder: Katarina, Peter, Susanne und Mariele. Bis auf Susanne haben die Kinder das Interesse an der Schauspielerei geerbt; Peter Millowitsch übernahm 1998 die Leitung des Theaters und führte es bis zur Schließung am 25. März 2018. Seine Schwester Mariele ist aus zahlreichen Fernsehrollen bekannt. Neben seiner Bühnentätigkeit wirkte Willy Millowitsch in zahlreichen Kinofilmen mit. Der erste, Gesucht wird Majora, kam im September 1949 in die Kinos. Seine bis 1996 mehr als 125 Film- und Fernsehrollen sorgten für ein zusätzliches Einkommen im Hinblick auf die schwankende Theaterkonjunktur. Zu den Kinofilmen gehörten Drei Mann auf einem Pferd (1957), Zwei Herzen im Mai (1958), Scampolo mit Romy Schneider (1958), Zum Teufel mit der Penne (1968) (als Vater von Hansi Kraus) und die Hollywood-Produktion Hilfe, die Amis kommen (als Nebendarsteller an der Seite von Chevy Chase, 1985). Millowitsch unterhielt sein Publikum mit zahllosen von ihm selbst inszenierten und oft vom Fernsehen – dann meist unter der Regie seines Theaterfreundes Karl Wesseler – aufgezeichneten Bühnenstücken über vierzig Jahre lang, oft zusammen mit seiner Schwester und seinen Kindern. Wie er in einem Interview sagte, konnte er selbst keine Stücke schreiben, was er sehr bedauerte. Die erste Live-Übertragung eines Theaterstücks im deutschen Fernsehen erfolgte am 19. Oktober 1953 aus dem Millowitsch-Theater in Köln mit einem Stück des niederdeutschen Dichters Karl Bunje, Der Etappenhase, in dem Millowitsch die Hauptrolle spielte. Diese Aufführung machte sein Theater überregional bekannt. In den folgenden Jahrzehnten übertrug das Fernsehen zahlreiche Lustspiele aus seinem Haus. Diese wurden zu regelrechten Straßenfegern, was auch an Millowitschs beliebter Bühnenpartnerin Elsa Scholten lag, die bereits ab 1920 zum Millowitsch-Ensemble gehörte. Im September 1968 erlebte man Millowitsch im Rahmen der ARD-Fernsehlotterie in einer Gastrolle auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters in Hamburg. Dort spielte er unter der Regie von Hans Mahler den Amtsrichter Dr. Kleinfisch in der Komödie Die Kartenlegerin. Als besondere Ehre betrachtete es Millowitsch, dass der Theaterregisseur Jürgen Flimm ihn 1988 in dem TV-Fernsehspiel Die Wupper (nach dem gleichnamigen Drama von Else Lasker-Schüler) besetzte. Die Wochenzeitschrift Der Spiegel kommentierte: „Eine Entdeckung fürs ernste Rollenfach in diesem Film: Willy Millowitsch als rührender Großvater.“ Millowitschs bekannteste Fernsehrolle war jedoch die des Kommissar Klefisch im WDR-Fernsehen, die in sechs Folgen zwischen 1990 und 1996 ausgestrahlt wurde.

Wir sind alle kleine Sünderlein (Karaoke Version) (Originally Performed By Willy Millowitsch)

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