Hüffler (Westpfalz), Katholische Kirche Maria Königin, Geläutepräsentation (Turmaufnahme)
Präsentiert wird eine Turmaufnahme des Geläuts sowie das letzte Läuten der ehemaligen katholischen Kirche Maria Königin in Hüffler (Westpfalz). Hüffler ist eine kleine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel mit derzeit rund 471 Einwohnern. Zur Kirchengemeinde in Hüffler gehörten auch die umliegenden Dörfer Schellweiler und Wahnwegen. Schon lange wünschte man sich ein eigenes Gotteshaus, da zuvor die Heilige Messe lediglich im Wohnzimmer einer ortsansässigen Familie gefeiert werden konnte. Zwischen 1930 und 1940 gründete sich deshalb ein Kirchbauverein, der durch monatliche Beiträge eine große Summe ansparen konnte. Zudem spendete eine Familie den Bauplatz, sodass schließlich erste Baupläne erstellt werden konnten. Zum Bedauern der Gläubigen verzögerte sich das Genehmigungsverfahren jedoch über viele Jahre hinweg, weshalb zunächst eine Notkapelle errichtet wurde. Erst in den 1950er Jahren erhielt man schließlich die lang ersehnte Baugenehmigung; die eingereichten Baupläne wurden genehmigt. Am 18. November 1956 fand unter Pfarrer Josef Lindemann und Kaplan Oswald Simon feierlich die Grundsteinlegung statt. Nicht einmal ein Jahr später, am 11. August 1957, wurde das Gotteshaus durch Bischof Dr. Isidor Markus Emanuel eingeweiht. Der Sakralbau wurde der Heiligen Mutter Gottes unter dem Titel „Maria Königin“ geweiht. Das modern gestaltete Gotteshaus steht – wie es in der Bibel heißt – auf „Petris Felsen“, denn für die Errichtung von Keller und Fundament mussten große Teile des Felsens durch den Sprengmeister aus Rammelsbach gesprengt werden. Aus Rammelsbach stammt auch das Gestein und Material, aus dem die Kirche errichtet wurde; dieses wurde mühsam mit Schubkarren von Rammelsbach nach Hüffler transportiert. Der Innenraum der Kirche ist in warmen Cremetönen gehalten und wird durch die bunten Farben der Fenster geprägt. In den Jahren 2004 und 2005 erfolgte eine umfassende Sanierung. Dabei wurde der Altar aus Sandstein aus der Kirche entfernt und auf dem Vorplatz neu aufgebaut. Er wurde – ebenso wie der Ambo und der Ständer der Osterkerze – durch eine moderne hölzerne Variante ersetzt. Auch die Steinplatten hinter dem Kreuz und der Madonna wurden erst im Zuge dieser Sanierung in den Altarraum eingefügt. Im Rahmen der Arbeiten wurde außerdem die Sakristei aufgestockt und über ihr ein kleiner Raum mit Küche und Toilette als Begegnungsstätte eingerichtet. Der Innenraum verfügt zudem über einen hölzernen Kreuzweg, einen Beichtstuhl sowie eine digitale Orgel. Besonders markant ist das Fenster auf der Rückseite, das Maria als Königin darstellt. Während der Corona-Zeit kam es zu einem großen Schock: Rauch stieg aus dem Dach auf. Der Stromkasten auf dem Dachboden geriet in Brand und schmolz vollständig. Glücklicherweise konnte die Küsterin rechtzeitig die Feuerwehr alarmieren, sodass das Feuer schnell gelöscht werden konnte. In diesem Zusammenhang wurden der gesamte Dachstuhl, die Decke sowie Teile des Innenraums saniert. Seit dieser Sanierung wurde die Kirche jedoch kaum noch genutzt, lediglich zum Patrozinium am 22. August fanden noch Gottesdienste statt. Bereits 2025 wurden Pläne zur Profanierung des Gotteshauses bekannt gegeben; im Januar 2026 folgte die Bekanntgabe eines festen Termins im März desselben Jahres. Am 6. März 2026 erfolgte schließlich durch Generalvikar Markus Magin die Entweihung der Kirche, womit sie dem profanen Gebrauch überstellt wurde. Dabei wurden sowohl die Reliquie vor dem Altar als auch das Allerheiligste entnommen. Der Turm ist durch einen Durchgang mit der Kirche verbunden und besitzt eine rechteckige Grundfläche. Der Aufstieg erfolgt über eine senkrechte Leiter. In der kleinen Glockenstube hängen drei Glocken des Glockengießers Friedrich Wilhelm Schilling aus Heidelberg an geraden Jochen in einem Stahlglockenstuhl. Gemeinsam erklingen sie als kräftiges und klangschönes „Te Deum“. GLOCKENDATEN: Glocke 1: Christusglocke, cis", F. W. Schilling/Heidelberg 1961, 230 kg, ø 661 mm Glocke 2: St. Maria, e", F. W. Schilling/Heidelberg 1961, 130 kg, ø 592 mm Glocke 3: St. Johannes Baptist, fis", F. W. Schilling/Heidelberg 1961, 95 kg, ø 536 mm ABLAUF DES VIDEOS: 0:00 Intro 0:10 Bilderpräsentation mit Einläuten des letzten Läutens (Außenaufnahme) 4:40 Einzelglocken 4:47 Glocke 3 fis" 6:30 Glocke 2 e" 8:28 Glocke 1 cis" 11:04 Vollgeläute (cis"-e"-fis") 18:01 Bilderpräsentation mit Ausläuten des letzten Läutens (Außenaufnahme) Diese Geläutepräsentation entstand gesondert. Ich bedanke mich recht herzlich bei Herrn Pfarrer Schubert für die Freigabe, vor allem aber bei der Familie Friess, die diese Aufnahme ermöglicht hat. Das letzte Läuten wurde am Freitag, dem 06. März 2026 um 17:50 zur Profanierungsmesse aufgenommen.

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