Schweriner Jedermann-Radrennen 2025: Gerade so mit 33,7 km/h durchs Ziel gerutscht
Joa. Das war mein dritter Versuch in Schwerin, mein zweiter auf der 90-km-Strecke, und ich habe aus den vergangenen Radrennen diesen Jahres immerhin ein bisschen gelernt: Ich hatte zwei Liter Wasser mit insgesamt etwa 300 g Kohlenhydraten dabei, von denen ich anderthalb Liter getrunken habe, und zwei Liter Wasser in einem Trinkrucksack, aus dem ich einen Liter getrunken habe. Ich nehme an, dass die regelmäßige Zufuhr von Kohlenhydraten dafür verantwortlich war, dass ich mich das gesamte Rennen hindurch prima gefühlt habe. Klar, irgendwann stoße ich eben an meinen FTP-Wert von irgendwas 231 W an, über den heben mich auch die Kohlenhydrate nicht drüber, aber darunter war’s halt schon geil. Ich kam nicht ansatzweise so oft aus der Puste wie vor drei Wochen in Magdeburg, ich war nach jeder Belastung schnell wieder fit und vor allem ist die Tonspur angenehmer als bei meinen früheren Videos, weil ich mich kaum räuspere. Ein Drittel der Strecke bin ich in einer größeren Gruppe gefahren, dazwischen in verschiedenen kleinen Gruppen und die letzten 18 Kilometer quasi ganz allein. Mit dem Resultat bin ich nicht so ganz zufrieden: Ich kam nach 2:41:44 h mit einem Schnitt von 33,7 km/h ins Ziel, holte mir meine Medaille und einen Kaffee und schon sauste der Besenwagen über die Ziellinie. So viel mehr Zeit hätte ich mir gar nicht lassen dürfen und diese Erkenntnis harmoniert einfach mal so gar nicht dem tollen Gefühl während des Rennens — ich war am Ende, Frauen und Männer zusammengezählt, auf Platz 256 von 348 Teilnehmer*innen auf der langen Strecke. Aber: Ich hab mich gut gefühlt und freue mich auf den Sparkassen Münsterland Giro am 3. Oktober. Das wird sicherlich der totale Absturz auf 125 km, aber: Dabeisein ist alles, nicht wahr? Also, los geht’s auf regennasser Fahrbahn: 4:48 Erste Bremsprobe 15:15 Start 26:21 Luftpumpe verloren — die mochte die DDR-Fahrbahnqualität nicht 27:22 Schnell am Besenwagen der 60-km-Strecke vorbei 1:11:27 Hier stürzt jemand vor uns mitten in der kleinen Gruppe, steigt aber direkt wieder aufs Rad und fährt weiter. Glück gehabt! 1:39:24 Flaggenkunde kann ich nicht 1:47:07 Die steile Abfahrt durch Gädebehn. Hier habe ich immer Angst, kopfüber abzusteigen. 2:02:22 Die beliebte Kopfsteinpflaster-Passage in Kritzow, auch bekannt als Friedhof der Trinkflaschen. Hier hat man in einem Radrennen eigentlich gar keine andere Wahl, als über den engen Gehweg auszuweichen. 2:21:51 Wir überholen ein zweites Mal den Besenwagen der 60-km-Strecke und ich wundere mich, wie der wieder vor uns gelangt ist. 2:22:50 Die letzten Sekunden in einer kleinen Gruppe. Den beiden wurden wohl die Beine schwer und ich bin entgegen meiner Gewohnheit dieses Mal nach vorne aus der Gruppe rausgefallen. 2:28:31 Fehleranalyse: Woran hat’s gelegen? 2:30:27 Flaggenkunde kann ich immer noch nicht 2:49:19 Hier hätte ich wohl ablösen sollen, kapiere das aber nicht und fahre weiter im Windschatten — peinlich! 2:55:12 Wie im letzten Jahr schon wieder zu früh zum Zielsprint angesetzt. Vielleicht lern ich’s ja 2026. 2:56:40 Zieldurchfahrt 2:56:45 „So, und Malte Hübner, der Lüneburger, schließt sich an…“ Zu meiner Aufzeichnung bei Strava: / strava

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