St Pius Kolumbarium Bochum - Wattenscheid ( NRW ) " Vollgeläut "
Präsentiert wird das Vollgeläut des insgesammt 5 - stimmigen Gußstahlgeläutes vom Kolumbarium St. Pius in Bochum - Wattenscheid Schlagtöne: h° - e' - fis' - gis' - a' Spezifische Glockendaten: Glocke 1 Inschrift: ST. PIUS RUFT DIE GEMEINDE Gießer: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikationen ( BVG ) 1967 Rippe: Versuchsrippe V7e Material: Gußstahl Durchmesser: 1800 mm Gewicht: 2264 kg Schlagton: h° Glocke 2 Inschrift: ST: JOSEPH GELEITET DIE SCHEIDENDEN SEELEN Gießer: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikationen ( BVG ) 1967 Rippe: Leichter Durrippe Material: Gußstahl Durchmesser: 1360 mm Gewicht: 1029 kg Schlagton: e' Glocke 3 Inschrift: ST. GERTRUD LÄUTET ÜBER DIE STADT Gießer: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikationen ( BVG ) 1967 Rippe: Versuchsrippe V7e Material: Gußstahl Durchmesser: 1180 mm Gewicht: 620 kg Schlagton: fis' Glocke 4 Inschrift: ST: MARIEN KÜNDET UNS DREIMAL DAS AVE Gießer: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikationen ( BVG ) 1967 Rippe: Versuchsrippe V7e Material: Gußstahl Durchmesser: 1005 mm Gewicht: 436 kg Schlagton gis' Glocke 5 Inschrift: MARIA GORETTI RUFT UNSERE KINDER Gießer: Bochumer Verein für Gußstahlfabrikationen ( BVG ) 1956 Rippe: Versuchsrippe V7e Material: Gußstahl Durchmesser: 950 mm Gewicht: 320 kg Schlagton: a' Das Geläute von St. Pius ist in vielerlei Hinsicht etwas besonderes ! Der solide ausgebaute dreifeldrige, zweigeschossige Stahlglockenstuhl aus dem Jahre 1956 ist ein Muster an Zugänglichkeit. Wohl auch dem glücklichen Zustand zu verdanken, dass der Turm eine sehr geräumige Glockenstube zu bieten hat! Ferner ist die Tonfolge h° - e' - fis' - a', sehr selten und in ganz Wattenscheid und wahrscheinlich weit darüber hinaus nirgendwo anzutreffen. Die Besonderheit liegt darin, daß zwischen den beiden kleinsten Glocken der Halbtonschritt a - gis entsteht und auf diesen "quasi" eine Durmelodie folgt, im wohltuhenden Kontrast zu allen anderen Geläuten, welche immer wieder Pentatonische Reihen erklingen lassen. Die Glocken wurden in der sogenannten Versuchsrippe V7e gegossen, die Glocke 2 mit dem Schlagton e' in der leichten Durrippe. hier erklingt als erster Summton eine Dur - statt eine Mollterz. ( Die üblicherweise in der Glockenharmonie anzutreffende Mollterz ist zur Durterz "erhöht" worden ) Dieser Umstand verleiht dem Glockenklang eine erstaunliche Brillianz. Architektur / Geschichte der Kirche: Die ehemahlige Parrkirche St. Pius X. wurde 1955- 56 nach Plänen der Architekten Anton und Franz Heide erbaut und am 01.07.1956 geweiht. Die Kirche steht inmitten des noblen Gründerzeitviertels am Wattenscheider Stadtgarten und hebt sich mit ihrer imposant - schlichten Formsprache deutlich von den umgebenden Häusern und Villen ab ! Nach der Zusammenlegung mit der Nachbargemeinde St. Joseph in Wattenscheid - Heide, gingen beide Gemeinden 2008 in die neugegründete Großgemeinde St. Gertrud von Brabant über, welche mittlerweile sämtliche katholische Kirchen auf Wattenscheider Stadtgebiet umfasst. St. Pius wurde am 17.08.2008 entwidmet und geschlossen. Nach Jahren des Leerstandes wurde die Kirche zu einer Begräbniskirche aufwendig umgestaltet und im Herbst 2014 als "Kolumbarium St. Pius", wieder geöffnet. Die edle Innenausstattung hat viel von der ursprünglichen "Raumwirkung" erhalten. Wesentliche Teile der ehemaligen Ausstattung sind erfolgreich integriert worden. Erhalten blieb auch die dreimanualige Orgel mit 35 Registern, 1971 von der Orgelbaufirma Stockmann aus Werl errichtet. Innerhalb des Kirchenraumes können christliche Urnenbestattungen erfolgen. Die ehemaligen Seitenkapellen im Eingangsbereich sind zu Orten für die Aufbahrung Verstorbener umgestaltet worden. Ein umfangreiches Angebot der Trauerseelsorge und - Begleitung umrahmt das vorbildliche Gesamtkonzept. Ich möchte mich an dieser Stelle ( nochmals ) recht herzlich bei den sehr netten und sympathischen Mitarbeitern des Kolumbariums bedanken, welche mir freundlicherweise das "Vollgeläut" geschaltet haben, um dies der Öffentlichkeit zu präsentieren, sowie die erneute anregende Unterhaltung im Anschluss : ) Quellen/verwendete Literatur: Glocken der Wattenscheider Kirchen und Kapellen Eigenverlag 1992, S. 48/49 und 97/99. Autoren : Kläre Kupitz, Maria Wilmes, Christoph Gerz und Andre Weinhold. Herausgeber: Heimat - und Bürgerverein Wattenscheid e.V Nr. 21 der Schriftenreihe "Beiträge zur Wattenscheider Geschichte". Webseite des Kolumbariums St. Pius Kolumbarium Wattenscheid

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Braunschweig [D.-BS] - evang. Marktkirche St. Martini, Geläutepräsentation (Turmaufnahme)

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