Die Mär von der Chancengleichheit. Klassismus verstehen - Marlen Hobrack, 10.03.25

Rassismus und Sexismus zu adressieren ist wichtiger Bestandteil gesellschaftspolitischer Debatten. Verglichen damit fristet der Begriff „Klassismus“ ein Nischendasein: Was Klassismus ist und wie er wirkt, wissen nur wenige. Kein Wunder, glauben wir doch, wir lebten in einer nivellierten Gesellschaft ohne feste Klassenschranken. Studien beweisen das Gegenteil: So offenbaren sich Klassenunterschiede bereits in der Schule; Klasse wird vererbt, während die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Weder kann von Gleichheit noch von sozialer Gerechtigkeit die Rede sein. Zu verstehen, wie Klassismus die Bildungs- und Lebenschancen von Menschen beschneidet, ist eine wesentliche Grundlage für Debatten über soziale Gerechtigkeit – von der Renten- bis zur Schulpolitik. Marlen Hobrack studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften sowie Kunstgeschichte und arbeitete im Anschluss für eine Unternehmensberatung. Seit 2016 schreibt sie hauptberuflich für diverse Zeitungen und Magazine, u. a. Der Freitag, taz, ZEIT, WELT und MONOPOL. Ihre Themen sind Feminismus, Klassismus, Ostdeutschland und Mutterschaft. Ihre Kolumne „Mutti Politics“ erscheint in der Wochenzeitschrift Der Freitag. Hanser Berlin veröffentlichte ihr Sachbuch „Klassenbeste“ (2022). Ihr Debütroman „Schrödingers Grrrl“ folgte 2023 im Verbrecher Verlag. Im selben Jahr wurde sie mit dem Jörg-Henle-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Memoir „Erbgut“ bei HarperCollins. Stiftung Demokratie Saarland - Damit unsere Demokratie lebendig bleibt! Vorträge: www.sdsaar.de/vortraege/vortraege-und-lesungen/ Seminare: www.sdsaar.de/seminare/seminare/ Instagram: @stiftungdemokratiesaarland Facebook: Stiftung Demokratie Saarland Mail: [email protected] Politische Akademie Europaallee 18 66113 Saarbrücken