Eröffnung Zuse-Computer-Museum ZCOM Hoyerswerda

Am 20.01.2017 eröffnete das umgebaute Museum in der D.-Bonhoeffer-Straße 1 in Hoyerswerda. Die Sammlung reflektiert im Wesentlichen die revolutionäre Entwicklung der Informationstechnologie im 20. Jahrhundert. Im Fokus stehen die schöpferischen Leistungen des Computervaters Zuse. Ohne Zweifel gehören die von ihm entwickelten voll funktionsfähigen programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechenmaschinen Z11, Z22, Z23, Z25 sowie die Peripherie Z60, Z64 und originales Schriftgut, Kunstwerke zu den herausragenden Exponaten der Sammlung. Mit dem Aufbau eines Zuse-Archivs mit über 6.000 Dokumenten ist eine Anlaufstelle zu Fragen über die Entwicklungsgeschichte des Computers, insbesondere über Konrad Zuse und sein Lebenswerk, geschaffen worden. Hier findet man über ein Datenbanksystem neben der allgemeinen Fachliteratur spezielle Bedienungsanleitungen zu Rechnersystemen, Handbücher zu Betriebssystemen, technische Dokumentationen sowie viel Wissenswertes zu Programmiersprachen. Darüber hinaus sind Systemunterlagen, Konstruktions- und Bauschaltpläne von mehreren Zuse-Maschinen der ehemaligen Zuse KG, Patent- und Offenlegungsschriften, das Handbuch zur ersten höheren Programmiersprache der Welt, Kunstdrucke, Fotos und vieles andere mehr von und über Konrad Zuse archiviert. Seit Anfang 2021 finden Sie im ZCOM 800 Bücher zählende Kunstbibliothek, die ehemals Zuse gehörte und einige Werke sind als seine Inspirationsquelle deutlich zu erkennen.