Weimar 1919: Wie eine Kulturstadt zur Festung gegen die eigene Republik wurde

Jeder kennt Weimar als die strahlende Wiege der deutschen Klassik und Demokratie – doch die offizielle Geschichte verschweigt die eiskalte Wahrheit hinter dieser idyllischen Kulisse. Im Jahr 1919 floh die neue Regierung nicht aus Liebe zu Goethe und Schiller in die thüringische Provinz, sondern weil sich die Stadt wie eine logistische Festung perfekt gegen die eigene Bevölkerung abriegeln ließ. Während die bürgerliche Elite glänzende Geschäfte mit der ungeliebten Republik machte, kultivierte sie hinter verschlossenen Rollläden eine tiefe Feindseligkeit gegen die Moderne. Wie konnte ausgerechnet dieser vermeintliche Hort des Humanismus so schnell und bereitwillig zum ersten Bollwerk des heraufziehenden Nationalsozialismus werden?