SightCity Ausstellervortrag 2026: Erfolgreich Studieren mit Erblindung und Sehbehinderung an der ...
Aussteller: THM BliZ – Beratungs- und Informationszentrum für Blinde und Sehbehinderte Studierende, Technische Hochschule Mittelhessen Referenten: Andreas Deitmer (stellvertretender BliZ-Leiter, selbst blind) und David Smida (Berater, Erasmus+) Veranstaltung: SightCity 2026, 28. Mai 2026 Vortrag-ID: O032111 Kontakt: [email protected] (mailto:[email protected]) Folien (barrierefrei): https://go.thm.de/bliz-sightcity Weitere Infos: https://sightcity.net/O032111 Die THM und das BliZ Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) ist eine Hochschule der angewandten Wissenschaften mit Hauptcampus in Gießen sowie weiteren Standorten in Friedberg und Wetzlar. Mit rund 79 Studiengängen ist sie breit aufgestellt: Informatik (und viele Spezialisierungen wie Medizin-, Medien- und Wirtschaftsinformatik), BWL, Gesundheit, Architektur, Bauingenieurwesen, Logistik und weitere. Das BliZ besteht seit vielen Jahren und begleitet Studierende mit Sehbehinderung oder Erblindung über den gesamten Studiumszeitraum – von der ersten Beratung vor der Immatrikulation bis zur Vermittlung in Praktika und Jobs nach dem Abschluss. Ein Praxissemester ist an der THM für alle Studierende verpflichtend. Das BliZ sieht darin einen besonderen Vorteil: Arbeitgeber können Betroffene im Arbeitsalltag kennenlernen und sind danach oft bereit, sie zu übernehmen. Unterstützungsangebote des BliZ Das BliZ bietet unter anderem: • Studienberatung und Orientierungsgespräche bereits vor Beginn des Studiums, auch für Schülerinnen und Schüler (Schülerpraktika möglich) • Unterstützung bei der Wohnungssuche in Zusammenarbeit mit dem Gießener Studierendenwerk, auch für barrierefreie Wohnungen • Literaturumsetzungsdienst: ein Kollege ist ausschließlich für barrierefreie Aufbereitung von Vorlesungsskripten und Lehrmaterialien zuständig (PDF, 3D-Druck, Braillepad-Ausgabe) • Hilfsmittelausleihe: Braillezeilen, Bildschirmlesegeräte und weitere Geräte können überbrückend ausgeliehen werden, solange eigene Anträge noch in Bearbeitung sind • Eigene Arbeitsräume für konzentriertes Arbeiten und Klausuren • Klausurenmanagement: barrierefreie Aufbereitung, Zeitverlängerung, Durchführung in den BliZ-Räumen • Vernetzung mit Unternehmen und Behörden für Praktika und Berufseinstieg • Beratung von Unternehmen zur Hilfsmittelausstattung und digitalen BarrierefreiheitNachteilsausgleich Jede Studierende und jeder Studierende, die oder der eine gesundheitliche Einschränkung oder Schwerbehinderung nachweisen kann, hat das Recht auf einen Nachteilsausgleich. Im Hochschulbereich gibt es dabei erheblich mehr Gestaltungsspielraum als in der Schule. Möglichkeiten sind unter anderem: Zeitverlängerung bei Prüfungen, Änderung der Prüfungsform (z. B. Hausarbeit statt mündlicher Prüfung bei Hörbehinderung), Nutzung eigener Hilfsmittel, angepasste Prüfungsräume. Voraussetzung ist ein ärztliches Attest und ein entsprechender Antrag. Das BliZ empfiehlt, sich so früh wie möglich zu melden – idealerweise noch vor Beginn des Studiums, da Bewilligungsverfahren für Hilfsmittel mehrere Monate dauern können. Forschung und Technologie Das BliZ forscht aktiv zur Unterstützung seiner Studierenden. Eigene Entwicklungen umfassen: • Punktbilder-Software: Konvertiert gängige Grafiken in eine Form, die auf dem Braillepad dargestellt, in 3D gedruckt oder als Braille-Ausdruck ausgegeben werden kann. • KI-Projekte: Aktuell in Entwicklung, auf dem Messestand (Stand 1.O09) vorgestellt.Das BliZ ist als inklusives Kompetenzzentrum zertifiziert, war hessenweit im Innovationsforum Barrierefreiheit aktiv und berät neben der eigenen Hochschule auch andere Hochschulen, Universitäten, Städte, Gemeinden und Industrieunternehmen zur digitalen Barrierefreiheit. Andreas Deitmer ist Lehrbeauftragter für digitale Barrierefreiheit an der Dualen Hochschule Stuttgart und promoviert an der Universität Lissabon zum Thema digitale Barrierefreiheit in multinationalen Unternehmen mit Fokus auf die Pharmaindustrie. Auslandsstudium mit DAAD-Förderung David Smida stellt das Auslandsstudienprogramm des BliZ vor: In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) werden Studierende mit Behinderung für Auslandssemester gefördert. Förderumfang: • Monatliche Zuschüsse von 200 bis 600 Euro • Bis zu 30.000 Euro pro Jahr (15.000 Euro pro Semester) für Mehrkosten durch die Behinderung • Abgedeckt werden: Anreise, Reisekosten, Studienassistenz, barrierefreie Aufbereitung von Lehrmaterialien, assistive Hilfsmittel, barrierefreie WohnungenDas BliZ begleitet Studierende persönlich – David Smida reist selbst mit Betroffenen an Partnerhochschulen (u. a. Brasilien, Estland, Lissabon), um die Bedingungen vor Ort zu prüfen und den Start zu erleichtern. Vorbereitungsreisen zur Hochschulauswahl sind ebenfalls möglich. Über die SightCity Die SightCity ist Europas größte Fachmesse für Blinden- und Sehbehinderten-Hilfsmittel. Mehr Informationen: www.sightcity.net (http://www.sight...

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