Radetzky Marsch (Johann Strauss)

Radetzky Marsch (Johann Strauss) Der Marsch hat einen geschichtsträchtigen Hintergrund: Johann Strauss (Vater) widmete ihn dem österreichischen Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz. Er führte am 25. Juli 1848 die österreichischen Truppen bei der Schlacht von Custozza gegen das piemontesische Heer zu einem überzeugenden Sieg – und sicherte damit noch für einige Jahre die habsburgische Herrschaft über Ober-Italien. Der „Kaiser-treue“ und konservative Vater Johann Strauss (im Gegensatz zu seinem eher „modern-freiheitlich“ eingestellten Sohn Johann!) organisierte am 31. August 1848 ein Siegesfest in den Parkanlagen des „Wasserglacis“ in Wien „zu Ehren der tapferen Armee in Italien und zur Unterstützung der verwundeten Krieger“ an. Dabei kündigte er auch die Uraufführung eines neuen Marsches an, der als Radetzky-Marsch uraufgeführt wurde. Der Marsch in seiner originalen Fassung von 1848 ist dabei eigentlich ein fröhlich-beschwingtes Stück ohne jedes „martialische Gehabe“, mehr Tanz- statt Militärmusik! Die hohe Popularität des Marsches führte bald dazu, dass auf seinen markanten Rhythmus (datadám datadám datadám damdám = drei Anapäste, ein Jambus) viele verdeckt oder offen spöttische Untertexte eingefügt wurden: z. B. Wenn der Mops mit der Wurst übern Eckstein springt und der Storch in der Luft einen Frosch verschlingt… Jahreskonzert des Liederkranz Kornwestheim 9. Mai 2026 im "K" in Kornwestheim Am E-Piano: Michaela Hartmann-Trummer Gesamtleitung: Enrico Trummer Video: Marius Paflitschek www.liederkranz-kornwestheim.de