Der Soundtrack meines Lebens: Podcast-Folge 121 mit Moses Pelham
Mit VISIONS+ erhaltet ihr vorab Zugriff auf die aktuellsten Folgen unseres Podcasts "Der Soundtrack meines Lebens" und zahlreichen weiteren musikbezogenen Inhalten wie Albumrankings, Reviews, Konzertberichte und Interviews. Alle Infos zu unseren Abomodellen unter: https://www.visions.de/abo/ Shownotes: Ja, ja. Aus dem kollektiven Popkultur-Gedächtnis ist bis in alle Ewigkeit eingraviert, wie Moses Pelham TV-Moderator Stefan Raab auf sein Großmaul gehauen und ihm die Nase gebrochen hat. Muss man nicht cool finden. Ein bisschen lustig war’s trotzdem – und Pelham damals schließlich noch ein harter Hund. Der kommt als Sohn eines US-Bluesmusikers und einer deutschen Versicherungskauffrau im Februar 1971 in Frankfurt am Main zur Welt. Von dort ist er bis heute nie weggezogen. Für “Der Soundtrack meines Lebens” hat er sich jedoch an einem herrlichen Sonnentag in den Prenzlauer Berg gewagt und hat Host Jan Schwarzkamp im Wohnzimmer besucht. Pelham kommt früh mit der Musik seiner Eltern in Berührung. Er versucht sich auf Papas Akustikgitarre sogar mal am Blues. Dann entdeckt er irgendwann Kiss und AC/DC. 1983, mit zwölf Jahren, hört Pelham während eines Urlaubs bei seinen Verwandten in New York erstmals HipHop. Ab da ist sein Weg vorbestimmt, ab da setzt er sich mit zwei Plattenspielern, einem Mixer und einem Mikrofon auseinander. Noch im Teenager-Alter wird Moses P. Rapper, DJ, Produzent. 1988, also mit gerade mal 17 Jahren, veröffentlicht er die erste Single “Twilight Zone”, mit 18 sein erstes Album “Raining Rhymes”. Seine Helden zu der Zeit: LL Cool J, Public Enemy und Big Daddy Kane. Die künstlerische Umstrukturierung kommt mit dem Rödelheim Hartreim Projekt zusammen mit Kreativpartner Thomas Hofmann. Ab 1993 sind sie die ersten in Deutschland, die Gangsta- oder Battle-Rap produzieren. Auf Deutsch, in schwarz/weißer Ästhetik und mit insgesamt zwei Alben. Pelham entdeckt Samtstimme Xavier “Sie trinken Kinderblut!” Naidoo und Sabrina Setlur alias Schwester S, die er auch produziert. Mit Setlurs Song “Du liebst mich nicht” landet er einen Nummer-1-Hit. Bald gründet er das Label Pelham Power Productions – angelehnt an seine Teenage-Mixtape-Leidenschaft: den Pelham Power Tapes. Erst 1998 kommt mit “Geteiltes Leid I” sein zweites Soloalbum heraus. Dem folgen sechs weitere und ein Nostalgie-Mixtape. “Letzte Worte” heißt sein aktuelles und angeblich finales Album – darauf nennt er sich den “Bruder ohne Mission/ Eigentlich schon weg, aber immer noch hier”. Um exakt zu sein, bedeutet hier, dass Moses Pelham in dieser Episode von “Der Soundtrack meines Lebens” zwei Stunden auf Oma Schwarzkamps altem, grünem Sessel aus den 60ern sitzt. Er lacht viel, laut und ausgiebig, weil – das wird bald klar – sein Leben und seine Karriere auch ein Stück weit unglaublich und immer wieder überraschend lustig waren (und sind). Interview: Jan Schwarzkamp, / janschwarzkamp Always stay up to date in the world of alternative music on www.visions.de! Instagram: / visionsmagazin Facebook: / visionsmag

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