Zarah Leander - Wann wirst du mich fragen (Gabriela, 1950)

Der erste Nachkriegsfilm der Leander wurde ein großer Publikumserfolg. Schon in den ersten drei Wochen nach der Premiere hatten über eine Million Zuschauer den Film in den Kinos gesehen. In der Jahresbilanz stand Gabriela nach Schwarzwaldmädel und Der Dritte Mann an dritter Stelle. Die westdeutschen Kinobesitzer rissen sich förmlich um den neuen Leander-Film und die Verleiher machten mit ihm ein gutes Geschäft. "Die Zarah verkoof ick doch mit zujebundenen Oogen", ließ ein begeisterter Verleihagent verlauten. Die Kritiker hingegen zeigten sich weniger begeistert. Sie warfen dem Drehbuch Schwächen in der Handlung vor und beklagten sich darüber, dass "Gabriela" im Grunde nichts weiter war als ein alter Wein in neuen Schläuchen. Curt Riess schrieb dazu : "Der Film ist genau das, was die Leander immer gedreht hat und was die Leute stets von ihr sehen wollten." Und Günther Rühle resümierte 1981 in seinem Nachruf auf die Diva: "Die Nachkriegsfilme der Leander zeigten, dass ihre Rollen nun vollends von der Zeit überholt waren. Es war das alte, dramatische Kino, das sich hier wieder auftat. Sie variierte weiterhin den Typus ihrer Sängerinnen und wurde damit zum Denkmal ihrer selbst" Nur Grethe Weiser in ihrer Rolle als Managerin der Leander blieb von dem beißenden Spott der Kritiker verschont. "Allein Grethe Weisers Art verhütet es, dass das Ganze in bodenlosen Kitsch versinkt." "Immer dann, wenn die Pathetik der Leander allzu auffällig wird, fährt ihr die witzige Kessheit von Grethe Weiser in die Parade." Und: "Die einzige erfreuliche Erscheinung in diesem Schmarren ist Grethe Weiser mit ihrem erfrischenden Mundwerk."