Jagsthausen | auf den Spuren des Götz von Berlichingen (Anzeige)
Die beschauliche Gemeinde Jagsthausen liegt in der Region Heilbronn-Franken und ist heute nicht nur für seine reizvolle Lanschaft, sondern viel mehr für die prägende Geschichte und Kultur bekannt. Allen voran ist Jagshausen der Geburtsort des Götz von Berlichingen „mit der eisenern Hand“ Kein geringerer als der Dichter Johann Wolfgang von Goethe setzte dem fränkischen Reichsritter ein literarisches Denkmal und veröffentlichte ein Schauspiel mit dem Götz als Vorbild in der Hauptrolle. Das Stück „Götz von Berlichingen“ wird unter Anderem jährlich bei den Burgfestspielen in der Jagsthausener Götzenburg aufgeführt. Den Beinamen „mit der eisernen Hand“ bekam der Götz von Berlichingen als er 1504 seine rechte Hand im Erbfolgekrieg verloren und diese durch zwei mechanisch einzigartige, eiserne Prothese ersetzt hat. Die erste Hand wurde von einem Schmied aus Olnhausen gefertigt und wurde vom Götz als „Alltagshand“ verwendet. Allerdings konnten hier nur zwei Finger gemeinsam bewegt werden, indem die gesunde Hand entsprechend die einzelnen Fingerpaare in die gewünschte Position brachte. Auf Knopfdruck wurde die Handstellung wieder geöffnet. Die zweite Hand war seine „Sonntagshand“. Bei dieser konnte jeder Finger und die einzelnen Fingerglieder mit der gesunden Hand in Stellung gebracht und wieder geöffnet werden. Diese Prothesen waren zu der Zeit die mit Abstand komplexesten ihrer Art und begeisterten Forscher auch noch viele Jahre später. Beide Originalhände befinden sich noch heute in Jagsthausen und sind im Schlossmuseum der Götzenburg ausgestellt. Hier finden sich auch weitere Schätze aus verschiedenen Zeitepochen. Angefangen bei zahlreichen Römerfunden, über Original Rüstungen und Waffen sowie ein Stammbaum der Familie von Berlichingen. Die übrigens teilweise bis heute im roten und weißen Schloss sowie in der Götzenburg leben. Ihr Archiv bietet dutzende Schrifstücke und circa 600 Pergamenturkunden. Darunter auch eine frühe Abschrift des Testaments des Götz von Berlichingen, in dem er unter anderem seine drei Töchter, die er mit zwei Mägden hatte, bedacht hat. Neben einer ziemlich originalgetreuen Karte von Berlichingen aus dem Jahre 1770, auf der Schöntal und Jagsthausen zu erkennen sind, verbirgt sich hier auch ein Glasbild des Götz von Berlichingen von 1547.

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