Kleinbahn Oebisfelde - Wittingen

Die Kleinbahn Wittingen – Oebisfelde eröffnete ihre Strecke 1909 von Wittingen bis Oebisfelde Nord. Grund für den Eisenbahnbau war das Transportbedürfnis für landwirtschaftliche Produkte und Güter. Landwirte versprachen sich niedrige Transportkosten für die Anlieferung von Kunstdünger in eine Gegend mit wenig fruchtbaren Sandböden. Dadurch sollten wiederum die Erträge steigen, die per Bahn abtransportiert werden konnten. Die gute Auslastung der Strecke zeigt sich 1928. Sechs Lokomotiven beförderten in Jahr 100.000 Personen und etwa 125.000 Tonnen Güter. Bis 1931 wurde die Trasse im Bereich des im Bau befindlichen Mittellandkanals durch Anlegen eines 1.800 Meter langen Damms und einiger Brücken verändert. Nach dem WW2 wurde die Provinz Sachsen Teil der Sowjetischen Besatzungszone. Der Gesamtverkehr von Rühen bis Oebisfelde musste eingestellt werden. Die Züge wurden nach 1945 vor allem von Pendlern aus den Bereichen Wittingen und Brome benutzt, die mit der Bahn bis Rühen fuhren, um dann mit Bussen ins Volkswagen-Werk nach Wolfsburg zu fahren. Die Fahrpläne waren auf die VW-Schichtzeiten abgestimmt. Der Personenverkehr auf dem Abschnitt Wittingen–Rühen wurde 1974 eingestellt. - The Wittingen–Oebisfelde light railway opened its line from Wittingen to Oebisfelde Nord in 1909. The reason for the construction of the railway was the need to transport agricultural products and goods. Farmers promised low transport costs for the delivery of artificial fertilizers to an area with less fertile sandy soils. This in turn should increase the yields that could be transported by rail. The good utilisation of the line was evident in 1928, when six locomotives transported 100,000 passengers and about 125,000 tonnes of goods per year. By 1931, the route in the area of the Mittelland Canal, which was under construction, had been changed by the construction of a 1,800-metre-long dam and some bridges. After WW2, the province of Saxony became part of the Soviet occupation zone. The total traffic from Rühen to Oebisfelde had to be stopped. After 1945, the trains were mainly used by commuters from the Wittingen and Brome areas, who took the train to Rühen and then took buses to the Volkswagen plant in Wolfsburg. The timetables were coordinated with the VW shift times. Passenger services on the Wittingen–Rühen section were discontinued in 1974. #lostplace #history #zug #oebisfelde #bahnhof #urbex #geschichte