2024 - Forellenbesatz - Überleben in Schwedischen Seen

2024 - Die vorliegende Studie aus 2024 untersucht die Überlebensraten von im Labor gezüchteten Forellen, die zur Wiederauffüllung der Bestände im schwedischen Siljan-See ausgesetzt wurden. Mittels akustischer Telemetrie verfolgten Forscher das Schicksal von jungen Smolts und etwas älteren Forellen, um die Effektivität solcher Besatzmaßnahmen zu prüfen. Die Ergebnisse zeigen eine extrem hohe Sterblichkeit, da nur ein Bruchteil der markierten Fische das erste Jahr im See überlebte. Als Hauptgründe für das Scheitern werden mangelnde Anpassung an die Wildnis und natürliche Fressfeinde wie der Hecht vermutet. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das Aussetzen von Zuchtfischen allein keine effiziente Methode ist, um schwindende Populationen in großen natürlichen Seen nachhaltig zu retten. Damit unterstreicht die Untersuchung die Notwendigkeit, alternative Strategien für den Erhalt von Fischbeständen und den Schutz ihrer Lebensräume zu entwickeln. Quelle: Palm, D., Lundberg, P., Persson, L., Losee, J., Brodin, T., & Hellström, G. (2024). Lake survival of hatchery-reared adfluvial brown trout—A case study in a large natural lake in Sweden. River Research and Applications, 40(7), 1432–1436., https://pub.epsilon.slu.se/36567/1/pa...