3D Druck Einstellungen für stabile Bauteile

Ich zeige meine Einstellungen um hochbelastbare Teile aus PETG PCTG PC-PBT CF PA 12 CF und weiteren technischen Filamenten mit dem 3D Drucker für meine leistungsfähigen Stirlingmotoren herzustellen. Wenn du mich unterstützen und Zugang zu exklusiven Inhalten bekommen möchtest:   / stirlingengines      / @myengines2443   Für regelmässige Updates und ein Diskussionsforum besucht: https://ownenergy.org/ Mein englischsprachiger Hauptkanal:    / @myengines2443   Dank Baptiste (alias Olympio) haben wir nun einen Discord server:   / discord   Es wäre sehr schön, wenn möglichst viele dort über Stirlingtechnologie und Energieerzeugung im Allgemeinen mitdiskutieren! Es ist fantastisch was mit modernen 3D Druckern und heutigen technischen Filamenten möglich ist. Mit den richtigen Druckparametern können gedruckte Kunststoffteile Belastungen von über 12 Bar und 100°C aushalten. Deshalb versuche ich einen leistungsfähigen komplett 3D gedruckten akustischen Stirlingmotor zu entwickeln. Alle Konstruktionsunterlagen und 3D Modelle werden als Open Source veröffentlicht und so soll alles für jeden einfach druckbar sein. Mit jeder beliebigen Wärmequelle kann so jeder seinen eigenen preiswerten Strom produzieren. Der Erhitzer und die beiden Kühler sind noch aus Metall konventionell hergestellt, sollen aber Stück für Stück auch gedruckt werden. Wenn ihr am akustischen Stirlingmotor interessiert seit, findet ihr auf meinem YouTube Kanal Myengines viele Videos mit detaillierten Informationen zur Funktionsweise und komplette Baupläne. Nachdem mich Extrudr schon für die vorigen, sehr erfolgreichen Belastungstests mit faserverstärkten technischen Filamenten ausgerüstet hat, bin ich ihnen sehr dankbar dass sie mich erneut für meine weiteren umfangreichen Druckvorhaben mit meinem Lieblingsfilament PETG und PCTG gesponsert haben. Schaut mal auf Extrudr.com vorbei, dort gibt es eine große Auswahl an guten Filamenten zu günstigen Preisen mit kompletten Druckprofilen. Für die weitere Entwicklungsarbeit benötige ich viele Bauteile die zum Teil großen Belastungen ausgesetzt sind. Ich habe gerade die gesamte Feedback Loop aus verschiedenen Filamenten gedruckt, vom knallharten, fast schon mit Aluminium vergleichbaren PC-PBT CF bis zum preiswerten PETG. Dafür setze ich nur absolut trockenes Filament ein, welches ich direkt aus meinen selbstgebauten Trockenboxen drucke. Ich stelle eine etwas höhere Düsentemperatur von ca. 10-20 Grad über dem Normwert und eine Überextrusion von 3-10 Prozent ein. Dadurch werden die Drucke optisch nicht perfekt aber die Festigkeit und Dichtigkeit ist höher. Ich habe für meinen preiswerten Drucker ein Gehäuse mit Umluftfilter gebaut, viel mehr als 40° möchte ich dem Drucker aber nicht zumuten um ihn nicht zu beschädigen. Dadurch habe ich bei großen und massiven Drucken und schwierigen Materialien wie Nylon schon mal Probleme mit Warping. Um maximale Festigkeit und Dichtigkeit zu erreichen drucke ich stark belastete Teile mit 4-8 Außenlayern und massiver Füllung. Für größere Drucke nehme auch gerne eine 0,6 mm Düse, dies bringt mehr Festigkeit und ist besonders für faserverstärkte Filamente sinnvoll. Es ist auch noch möglich mit geschickter Layeranordnung etwas an Festigkeit herauszuholen, damit muss ich aber noch mehr experimentieren. Um eine perfekte Dichtigkeit zu erreichen versiegle ich alle Drucke mit Dichtol, es geht aber auch mit normalem Lack oder Epoxydharz. Mit diesen Maßnahmen habe ich sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Faserverstärkte High Tech Filamente wie PA12-CF, PC-PBT CF oder ASA CF bringen noch höhere Festigkeiten und Temperaturbeständigkeiten aber auch einen höheren Aufwand, Kosten und Schwierigkeitsgrad. Deshalb möchte ich erst mal mit Standard PETG und PCTG arbeiten und deren Grenzen ausloten. Ich habe mit PETG absolut zufriedenstellende Erfahrungen gemacht und selbst recht dünnwandige Bauteile mit meiner 12 Bar Pumpe nicht zum Platzen gebracht! PETG ist mein absolutes Lieblingsfilament, es ist sehr einfach druckbar, preiswert, hat eine sehr gute Layerhaftung, lässt sich gut nachbearbeiten, hat eine gute Festigkeit und der Druck ist vergleichsweise ungiftig. Einziger Nachteil ist die schwierige und unsaubere Entfernung der Stützstrukturen. Jede Hilfe ist sehr willkommen, es wäre toll wenn du bei der Entwicklung des thermoakustischen Motors mit einsteigst! Wie immer freue ich mich sehr auf eure Kritik, Vorschläge und Meinungen in den Kommentaren, auf Discord oder ownenergy.org. Eure Hilfe ist unfassbar wichtig für die weitere Entwicklungsarbeit! Wenn ihr das Projekt noch weiter unterstützen wollt hilft eine Mitgliedschaft auf Patreon oder YouTube sehr. Jeder Cent hieraus wird in die Entwicklung des Open Source thermoakustischen Stirling Motors gesteckt. Vielen Dank für euer Interesse!