Esens
Esens - Idyllische Kleinstadt in Ostfriesland Historisch gehört die Stadt – als wichtigster zentraler Ort – zum Harlingerland, das endgültig erst im Jahr 1600 durch den Berumer Vergleich zur Grafschaft Ostfriesland kam. Esens wurde im Mittelalter als Handels- und Marktort auf dem sturmflutsicheren Geestrand unweit der Küste gegründet. Entstanden ist der Ort um 800 nach Christus. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Herrschaft Esens von Junker Balthasar beherrscht, der sich gegen die Bremer Kaufleute und damit die Hanse auflehnte. Noch heute wird jährlich zu seinen Ehren ein Fest ausgerichtet. Balthasar starb 1540, und Esens gelangte durch Erbschaft unter die Herrschaft der Rietberger, bis es schließlich wiederum durch Erbschaft 1600 an die Grafen von Ostfriesland fiel. Nach dem Erlöschen des Ostfriesischen Fürstenhauses im Jahr 1744 fiel deren gesamter Besitz und damit auch das Harlingerland an Preußen. Die Preußen schleiften die nicht mehr benötigte Burg und entfestigten schließlich auch die Stadt. Die Münze wurde nach Aurich verlegt, und Esens wurde damit zur kleinen Provinzstadt in der Region. Esens und seine Bären Der Buddy-Bär: In Esens-Bensersiel gibt es 48 Buddy-Bären. Die Buddy Bären sind weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Da Esens den Bären als Wappentier hat, bekamen die Esener anlässlich des 475-jährigen Stadtjubiläums 2002 in diesem Jahr 44 Buddy Bären. Esens` Ehrenbürger Wilhelm Ebrecht, Bürgermeister von 1994 bis 2004, brachte die Idee der Buddy Bären für Esens aus Berlin mit und holte auch selbst das Okay der Bundeshauptstadt ein. Verschiedene Künstler der Region gestalteten die Kunststoffrohlinge – mit viel Farbe und oft nach den Vorgaben der Eigentümer und der Sponsoren. Die künstlerisch gestalteten Bären sind heute aus dem Stadtbild nicht mehr weg zu denken. Es wird wohl kaum einen Menschen geben, dem bei einem Bummel durch die Stadt Esens nicht etwas Besonderes auffällt, denn die vielen Nachbildungen von Bären, die man in dieser ostfriesischen Kleinstadt findet, kann man eigentlich kaum übersehen. Besonders vor Geschäften sieht man sehr häufig Bären. Doch nicht nur in der Nähe von Geschäften, wo die Bären-Nachbildungen auch zu Werbezwecken platziert werden, sondern eigentlich an fast jeder Straßenecke kann man Bären bestaunen. Spätestens, wenn man ein paar dieser Bären in der ostfriesischen Stadt Esens gesehen hat, stellt man sich fast zwangsläufig die Frage, was es denn mit diesen Bären wohl auf sich hat? Etwas Licht in dieses Dunkel kann dann eine ganz spezielle Bären-Nachbildung, sprich das Bären-Denkmal, das man nahe der Kirche in Esens findet, bringen. Vor den Denkmal, das einen Bären mit einem Stein in der Hand darstellt, befindet sich eine Schrifttafel, die den „Bären Sachverhalt“ in Esens etwas erläutert. Demnach soll ein Bär im Mittelalter die Stadt Esens vor der Eroberung durch feindliche Truppen gerettet haben, weshalb der Bär heute auch Wappentier der Stadt Esens ist. Recherchiert man diese Geschichte etwas genauer, erfährt man, dass die Stadt Esens im Mittelalter von feindlichen Truppen angegriffen wurde, diese aber die gut gesicherten Stadtmauern von Esens nicht überwinden konnten. Deshalb beschränkten sie sich später darauf, die Stadt lediglich noch zu belagern und verhinderten so, dass Esens Nachschub an Lebensmitteln erhalten konnte. So sollten die Bewohner der Stadt ausgehungert werden. Als dieses Vorhaben der Belagerer bereits fast geglückt war, konnte sich der Tanzbär eines fahrenden Musikanten, der sich zufällig im belagerten Esens befand, aus seinem Käfig befreien, kletterte auf die Stadtmauer und warf, wütend vor Hunger, mit Steinen um sich. Angeblich zogen die Belagerer der Stadt Esens beim Anblick des Bären den falschen Schluss, dass die Esenser wohl noch so viel Nahrungsmittel zur Verfügung hätten, dass sie sogar noch Bären füttern konnten. Dies veranlasste sie dazu, die Belagerung abzubrechen und die Stadt Esens war befreit. Bei der eigenwilligen Metallplastik, die immer wieder Menschen anzieht, handelt es sich um einen Tidebrunnen des renommierten Metall-Künstlers Albert Sous aus Würselen bei Aachen. Und nach Aussagen des Erbauers handelt es sich hier um ein auseinander gebrochenes Wrack, das dem Spiel der Gezeiten ausgeliefert ist. Der Tidebrunnen auf dem Marktplatz spiegelt den Gezeitenlauf der Nordseeküste wider. Die Anlage füllt sich mithilfe einer Elektronik entsprechend dem Wasserstand im Bensersiel. Das Brunnenwasser umfließt dabei die Skulptur eines Schiffswracks, die der Würselener Künstlers Albert Sous gefertigt hat.

Esens , Esenser Geschichte , Stadt Esens

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