Michael von der Heide & Paola - Quai No. 2
Paola beehrte Michael von der Heide am 5.12. 2021 im Theater am Hechtplatz in Zürich mit einem Überraschungsauftritt. Er feierte mit ECHO sein dreissig jähriges Bühnenjubiläum. Fast jedes Konzert seiner laufenden „Echo“-Jubiläumstournee wurde aufgezeichnet. Für das Live-Album hat Michael von der Heide nun die stimmigsten Versionen der Lieder ausgewählt, die sinnigerweise neben dem renommierten Festival da Jazz im mondänen St.Moritz an Orten festgehalten wurden, die in der Biographie Michael von der Heides eine wichtige Rolle spielen: In Amden wuchs er auf, in Winterthur absolvierte er seine Ausbildung zum Pflegefachmann und in Zürich war er lange wohnhaft und feierte erste grosse Erfolge auf der Konzertbühne. Unter den 16 Songs, die auf dem Vinyl-Album zu hören sind, finden sich sowohl Preziosen aus seinem reichhaltigen Songkatalog als auch grosse Radio-Hits: Im leicht angejazzten Pop-Chanson „Ce soir“ geht es darum, immer wieder an die Liebe zu glauben, obwohl man sie noch nicht gefunden hat – und dabei die Hoffnung nicht zu verlieren. In „SOS“ setzt das Erzähler-Ich einen Hilferuf ab und versucht, den Countdown einer zerbrechenden Liebe doch noch aufzuhalten. „Jeudi Amour“, seinen wohl bekanntesten Song, einer Ode an diese eine Person, in die man sich immer wieder neu verliebt, ergänzt Michael von der Heide live mit einer inbrünstigen Liebeserklärung ans Publikum und einem Céline Dion-Schluss. Mit seinem Song „Il pleut de l’or“, mit dem er in Oslo die Schweiz beim ESC vertrat und der hier in der Live-Version ganz besonders glitzert und funkelt, regnet es fürs Publikum Gold – die ganze Nacht und bis zur Morgenröte. Hommagen an sein frühes Idol Paola dürfen auf „ECHO Live“ natürlich ebenfalls nicht fehlen: „Paola et moi“, das ganz zart nur mit Piano und einer sehnsüchtigen Trompete beginnt und zeigt, dass Träume aus früher Kindheit in Erfüllung gehen können, thematisiert Michael von der Heides musikalisches Erweckungserlebnis und seine Freundschaft zu Paola. Live seit Beginn von Michaels Karriere immer wieder im Repertoire und deshalb unverzichtbar für dieses Album ist „Ich hab ins Paradies gesehen“. Der Evergreen von Charlene, den Paola 1982 erstmals in deutscher Version sang, handelt von den unterschiedlichen Leben zweier ehemaliger Schulfreundinnen und davon, sich immer genau das am Sehnsüchtigsten zu wünschen, was man gerade nicht hat – entweder Freiheit oder Geborgenheit. Ein Lied, das in Michaels Version nicht nur Bestsellerautorinnen regelmässig zu Tränen rührt. Immer wieder betraten auf seiner „Echo“-Jubiläumstournee auch Gäste die Bühne. So jodeln sich im wunderbar federnden „Hinderem Berg“ Michael von der Heide und Betty Legler, einem Echo gleich, gegenseitig zu. Beide, der Ammler und die Glarnerin, vereint, dass sie schon in frühen Jahren begannen, die Welt hinter den Bergen zu entdecken, um im In- und Ausland das Publikum zu verzaubern. „Ziit zum zrugg id Heimat goh, ich weiss jetzt wie ni mi schloh“ heisst es im Lied aber auch und so kehrten beide immer wieder in die Heimat zurück. Anlässlich seines 50. Geburtstages trat Michael von der Heide gar zum allerersten Mal mit seiner Band im Amdener Gemeindesaal auf und dabei kam es zu einem emotionalen Höhepunkt dieses an Höhepunkten reichen Albums. Bei „Tüüf underem Schnee“, in dem es um ein kleines blaues Veilchen geht, das noch tief unter dem Schnee vergraben ist, sich aber bereits darauf freut, im Frühling zu spriessen und die Umgebung zu verschönern und das eigentlich eine Metapher für Michaels Leben ist, der das Rampenlicht erblickte, um mit seinen Liedern und seiner Bühnenpräsenz die Welt ein bisschen bunter zu machen, wird Michael von der Heide im Refrain stimmlich tatkräftig vom Männerchor Amden unterstützt. Zum zauberhaften Schluss des Albums ergänzen und umgarnen sich in Ehden Ahbez’ Welthit „Nature Boy“, mit dem einst Nat King Cole seine internationale Karriere startete und der hier in französischer und englischer Sprache erklingt, die Stimmen von Michael von der Heide und der Luzerner Sängerin und Multiinstrumentalistin Heidi Happy aufs Allerschönste. Besungen wird ein grosser Junge mit charmanten und mysteriösen Augen, der aus der Ferne, jenseits der Meere, kommt – und zum Schluss wieder in den grünen Wellen des Meers verschwindet, bis man nur noch von weit her aus der Ferne das Echo seiner Stimme vernimmt. „Von uns werdet ihr noch viel hören. Wir sind erst am Anfang“, sagt jedoch Michael von der Heide am Ende des Songs. So ist der Schluss gleichzeitig ein Versprechen für viele weitere Zusammenarbeiten und Überraschungen. Paola Felix / Paola del Medico / Paola et moi / ESC / Peter Reber / Paola /

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