23. Rieser Kulturtage - Klosterkirche Maihingen

Der Augsburger Weihbischof Johann Jacob v. Mayr weihte am 25. Juni 1719 die neue Kirche der Minoriten in Maihingen. Sie bildete fortan ein geistliches Zentrum im Norden der damals bis über Schwäbisch Gmünd hinausreichenden Diözese Augsburg. Der Seelsorgsorden der Schwarzen Franziskaner konnte nach sieben schweren Jahren Bauzeit endlich wieder seine Tore für Gläubige aus einem weiten Einzugsbereich öffnen, und der ging auf die seit 1405 bestehende Wallfahrtsstätte zurück. Weit mehr als 20.000 Beichtkinder zählte man Jahr für Jahr, und die Patres leisteten mannigfache Dienste in den Pfarreien, beim Deutschen Orden und an den gräflichen und fürstlichen Höfen. Viele Theologiestudenten erlebten ihr Kloster und nicht wenige feierten dort ihre Primiz. Mit der Säkularisation Ende 1802 verlor das katholische Ries einen substantiellen Teil seiner Identität. – Der Referent, ein Nachfahre aus der Maihinger Mühle des Klosters, breitet in seinem Vortrag (mit Lichtbildern) die Zeit um den Neubau der Kirche und das „Innenleben“ des Minoritenklosters aus.