Glückstadt an der Elbe im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein
Glückstadt ist eine Stadt im Süden von Schleswig-Holstein an der Elbe gelegen im Kreis Steinburg. Nach Itzehoe ist Glückstadt die zweitgrößte Stadt im Kreis Steinburg und ist vor allem überregional bekannt durch die traditionsreiche Matjes Produktion sowie regional auch durch die Elbfähre Glückstadt–Wischhafen die Schleswig-Holstein mit dem Bundesland Niedersachsen verbindet. Glückstadt besitzt einen Bahnhof und ist über die Marschbahn mit Hamburg verbunden. Als „Hauptstadt“ Holsteins wurde Glückstadt 1845 an die Eisenbahnlinie Altona – Kiel angeschlossen. In der südlichen Stadthälfte fließen der Herzhorner Rhin und der Kremper Rhin zum Rhin zusammen und münden mit dem Schwarzwasser am Außenhafen in die Elbe. Glückstadt wurde 1617 von Christian IV. (König von Dänemark und Norwegen und Herzog von Schleswig und Holstein) gegründet, um dem wachsenden Hamburg einen Gegenpol zu bieten. Der Ort wurde nach Plänen des in holländischen Diensten stehenden französischen Festungsbaumeisters Pieter de Perceval in Niederländischer Festungsmanier errichtet und sollte eine uneinnehmbare Festungs und Hafenstadt an der Unterelbe werden. Zusammen mit den wegen des spanisch-niederländischen Krieges aus den Niederlanden geflohenen Reformierten siedelten sie sich ab 1620 in der neuen Stadt an. Glückstadt war damit auch eine Exulantenstadt. Beide Exulantengruppen waren in den Gründungsjahren Glückstadts bis Anfang der 1640er Jahre wichtige Impulsgeber für die Wirtschaft der Stadt. Die Festung, deren Ausbau ab 1619 energisch vorangetrieben wurde, bewährte sich im Dreißigjährigen Krieg - so blieb Glückstadt die einzige Festung in Schleswig Holstein, die während des Krieges nicht durch Belagerung bezwungen werden konnte. 1649 wurde die Regierungskanzlei für die königlichen Landesteile von Schleswig und Holstein von Flensburg nach Glückstadt verlegt, sodass Glückstadt Verwaltungszentrum wurde. 1713 wurde die Funktion auf die königlichen Teile Holsteins beschränkt, nach dem Ende des Gottorfer Herzogtums 1773 aber auf ganz Holstein ausgedehnt. Seit 1867 gehörte Glückstadt zum Kreis Steinburg. Nun sind wir am Binnenhafen angekommen. Der Glückstädter Hafen mit seinem malerischen Ambiente ist seit jeher ein beliebter Anlaufpunkt an der Unterelbe. Er unterteilt sich in den Außen- und Binnenhafen. Der Binnenhafen führt mitten in die Stadt und ist ein echtes maritimes Kleinod. Betreiber sind die Stadtwerke Glückstadt. Im Binnenhafen befindet sich der Rantzau-Palais. Ein Brückenhaus, die Jugendheerberge von Glückstadt, in der des Öfteren Schulklassen wehrend der Klassenfahrt untergebracht sind, die Yachtwerft Glückstadt. Der mächtige backsteingemauerte Hafenspeicher von 1827 direkt am Binnenhafen hat eine quadratische Grundfläche von 14 x 14m. Außerdem findet man hier den Wiebke-Kruse-Turm. Im achteckigen Turm, errichtet 1630/1631 und benannt nach der Mätresse des Stadtgründers, führt eine 99stufige Spindeltreppe in die ehemalige Wachstube. Von hier hatte der Wächter einen guten Rundblick sowohl über die Stadt als auch weit über die Festungswälle hinaus. Das Aldespalais wurde von 1630 bis 1631 gebaut. Das Provianthaus erbaut 1705, der Wasmer-Palais aus dem 17 Jahrhundert, sowie das Königliche Brückenhaus von 1635 sind weitere Anziehungspunkte im Binnenhafen von Glückstadt. Nun geht es über den Außenhafen von Glückstadt zur Elbfähre. Der Außenhafen ist grundsätzlich tideunabhängig und kann bei jedem Wasserstand und Wetter angelaufen werden. Größere Schiffe müssen am Längsschlengel im Norden der Schleuseneinfahrt festmachen. Liegeplätze für Yachten bis zu einer Bootslänge von 13 Metern bietet auch hier die Seglervereinigung an ihrer Schlengelanlage. An der Nordseite ist ein 60 Meter langer Bereich für Fahrgastschiffe zwischen dem ehemaligen Fähranleger und dem Sicherheitsbereich ausgewiesen.Fahrgastschiffe sind verpflichtet, sich im Vorfeld bei Glückstadt Port anzumelden. Vom Außenhafen bietet sich ein schöner Blick auf die Elbe. Gerade für Familien ist die ausgebaute Docke Glückstadts Fischpark im Übergangsbereich zwischen dem Naturraum der Elbe und der historischen Innenstadt des Stadtdenkmals ein Muss. Die als Freizeit- und Themenpark angelegte Fläche trägt ihren Namen aufgrund seiner Bedeutung als ehemaliger Heimathafen einer Wal- und Heringsflotte sowie des auch überregional bekannten Glückstädter Matjes.Das Gelände ist dabei nicht nur für Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für den Tourismus ausgesprochen attraktiv.

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