Peter Weiss im Gespräch mit Friedrich Luft (1964)
Peter Weiss (1916-82) wurde 1965, also nur ein Jahr nach dieser Sendung, weltberühmt mit seinem Theaterstück "Die Ermittlung" über den Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main. Zum Zeitpunkt der Sendung kannte man Peter Weiss vor allem aufgrund seines Theaterstücks "Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade" und seines Romans "Der Schatten des Körpers des Kutschers" Peter Weiss erwarb sich in der deutschen Nachkriegsliteratur gleichermaßen als Vertreter einer avantgardistischen, minutiösen Beschreibungsliteratur, als Verfasser autobiographischer Prosa wie auch als politisch engagierter Dramatiker einen Namen. Internationalen Erfolg erzielte er mit dem Stück "Marat/Sade", das mit dem US-Theater- und Musicalpreis „Tony Award“ ausgezeichnet wurde. Das dem dokumentarischen Theater zugerechnete „Auschwitz-Oratorium“ "Die Ermittlung" führte Mitte der 1960er Jahre zu breiten vergangenheitspolitischen Auseinandersetzungen (der sog. "Vergangenheitsbewältigung"). Als Weiss’ Haupttext gilt der dreibändige Roman "Die Ästhetik des Widerstands", eines der „gewichtigsten deutschsprachigen Werke der 70er und 80er Jahre“. Weniger bekannt sind Weiss’ frühe, surrealistisch inspirierte Arbeiten als Maler und experimenteller Filmregisseur. (Quelle: Wikipedia)

Die Ermittlung: Oratorium in 11 Gesängen (Peter Weiss, 1966)

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Eine Folge DAS PROFIL - ZU GAST: ARTHUR KOESTLER

"Das Unvorstellbare aussprechen" - Peter Weiss: Die Ermittlung. 40 Jahre danach (BR2 2005)

Günter Gaus im Gespräch mit Otto von Habsburg (1965)

