Das Aubachtal hinauf.. Greiz - Neumark(Sachs)
Die "Mitte Deutschland Verbindung", und spezeill deren östlicher Teil Gera - Gößnitz (- Glauchau) hatte stets den Mangel nicht ausreichender Kapazität. Obwohl Hauptstrecke, hatte sie doch mehr den Charakter einer Nebenbahn. Es gab nicht viele Kreuzungsmöglichkeiten, und oft noch viel zu kurze Gleise dazu. Noch dazu belegte nach 1945 die Wismut einen Großteil der Trassen, die dann anderen Verkehren nicht zur Verfügung standen. Das zwang zum Suchen - und Finden - von Alternativstrecken, denn der Güterverkehr wuchs bis in die 1980er Jahre beinahe "unermeßlich"! So fuhren mehr und mehr auch Züge über die südlicher gelegene Nebenbahn Werdau - Wünschendorf(Elster), in einschlägigen Eisenbahnerkreisen auch unter dem Spitznamen "Ho-Chi-Minh-Pfad" bekannt geworden. Der Spitzname sagt es schon - auch hier waren die Kapazitäten schnell am Ende.. Doch es gab noch einen dritten Weg, um von Gera nach Zwickau bzw umgekehrt zu fahren, nämlich über Greiz - Neumark(Sachs). Auch dieser wurde schließlich intensiv genutzt, doch konnten hier speziell in West - Ost-Richtung wegen der doch beträchtlichen Steigung aus dem Elstertal heraus keine extra schweren Züge verkehren. In den 1980ern war der Güterverkehr derart explodiert, daß alle drei Wege, inclusive der Rangierbahnhöfe Gera Süd und Gera Hbf, permanent überlastet waren. Wer heute sieht, was davon übrig geblieben ist, wird dafür wohl nur ein ungläubiges Kopfschütteln übrig haben.. Die nur 13,8 km lange Strecke Neumark(Sachs) - Greiz, mit sächsischem Kürzel NG, wurde am 15. Oktober 1879 durchgehend eröffnet, nachdem sie bereits 1865 bis Greiz Aubachtal in Betrieb gegangen war und dieser Bahnhof 14 Jahre lang den Endpunkt bildete. Sie lag überwiegend auf thüringischem Territorium, nur ca 3 km gehörten zu Sachsen. Sie überwand vom Bahnhof Greiz bis zum Scheitelpunkt Brunn(Sachs) auf 11,8 km einen Höhenunterschied von 113 Metern. Nach der Wende erlitt die Strecke das gleiche Schicksal wie fast der gesamte Eisenbahnverkehr im Osten. Durch den Zusammenbruch der Wirtschaft und das schlagartig geänderte Reiseverhalten der Leute brach der Verkehr drastisch zusammen. Von den 3 ausgelasteten Wegen zwischen Zwickau und Gera reichte plötzlich einer, und auch der hatte noch "Luft". Die stets überlasteten Geraer Rangierbahnhöfe brauchte bald keiner mehr, heute wächst da Gras.. 1995 kam dann das Ende des Güterverkehrs auf der Strecke, der Personenverkehr "siechte" noch bis zum Fahrplanwechsel am 31.05.1997 dahin. Zwei Jahre später ereilte dieses Schicksal auch den "Ho-Chi-Minh-Pfad" Werdau - Wünschendorf(Elster). Heute wäre eine Regionalverbindung Zwickau - Gera über Greiz wahrscheinlich ein Renner, und dem heute verfügbaren Weg über Gößnitz an Reisezeit ebenbürtig. Nur mit dem Vorteil, auch das Mittelzentrum Greiz ordentlich einbinden zu können. Doch dem stehen - was sonst - bereits der "obligatorische" Radweg, und diverse weitere Infrastrukturgebrechen, gegenüber. Gehen wir nun noch einmal auf die kurze Reise, das Aubachtal hinauf. Die 219 hat mit dem einen Wagen keinen "Streß", der Sound ist bei Bergfahrt aber trotzdem hörenswert.. Viel Spaß und gute Reise! Daten wie stets aus Wikipedia.

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