Durbie Dash Südafrika 18.10.2025, 97 km mit etwa 900 Höhenmetern

Am Tag vor meiner Abreise in den Familienurlaub nach Somerset bei Kapstadt, habe ich festgestellt, dass es ein Radrennen in Kapstadt gibt. Die online Anmeldung dafür, war relativ einfach und die Startgebühr mit knapp 650 ZAR (etwa 30 Euro) erschwinglich. Was da genau auf mich zukommt, wusste ich nicht. Ich bin die Homepage des Veranstalters zwar mehrfach durchgegangen und habe versucht, auch bei YouTube, Infos über das Rennen zu bekommen, aber nicht so richtig schlau geworden. Ich habe dann einfach meine gesamte Ausrüstung eingepackt und wollte mir ein Rad, vor Ort in Kapstadt, besorgen. Letztendlich habe ich ein paar Anläufe gebraucht, um an ein Rad zu kommen. In Kapstadt bin ich, in der Nähe der Waterfront, fündig geworden. Wer Interesse hat, kann ich auch den Link zu den Radgeschäft schicken. Sehr schöner Laden, nette Leute (sogar teilweise deutschsprachig). Dort habe ich für kleines Geld ein Storck Fascenario bekommen. Abends am 17.10. habe ich es dort abgeholt und am nächsten Tag, nach dem Rennen, dort wieder abgegeben. Das lief reibungslos und das Rad war mit Scheibenbremsen und Di2 so, wie ich es zuhause bevorzuge. Am Tag vor dem Rennen, so wie auch bei deutschen Rennen üblich, konnte man die Rennunterlagen abholen. Rückennummer und Transponder (keine Sponsorentasche ; ). Viel Infos habe ich nicht bekommen. Nur meine Startzeit. 6:31 Uhr sollte Start sein. Das bedeutete für mich, der ja in Somerset gewohnt hat (etwa 40 km entfernt vom Startort), dass ich um 4 Uhr aufstehen musste. Startort war Durbanville. Ich bin dort 30 Minuten vorm Start angekommen. Da ich nicht ortskundig war, war die Parkplatzsuche usw. relativ spannend. Etwa 6:20 Uhr stand ich dann startklar bereit. Ich habe dann versucht zu verstehen, weil ich das von deutschen Rennen so gewohnt war, wo mein Startblock ist. Die anderen Teilnehmer haben mich dann aufgeklärt. Hier wird strikt nach der Startzeit gestartet….also alle die 6:31 Uhr haben, fahren los. Außerdem gibt es keine neutrale Zone. Es ist ein scharfer Start (man sieht auch die Sensoren gleich nach dem Start). So ein gemischtes Starterfeld (mit Ebikes, MTB usw.) kannte ich auch nicht wirklich. Hier starten Gravel und MTB Kurse zusammen. Daher hat es sich für mich, erstmal, wie eine Sonntagsausfahrt angefüllt. Das hat sich dann später geändert. Die Sicherung und Absperrungen seht ihr selbst. Im fließenden Verkehr zu fahren, ist sicher nicht jedermanns Sache. Alles nicht zu vergleichen mit den deutschen Hightech-Rennen, die ich so gewohnt bin von Deutschland. Das Rennen lebt hier sicher nicht von der Stimmung am Straßenrand. Das war ziemlich basic. Der Asphalt ist sehr rau, die Steigungen lang und relativ flach (so 5% im Schnitt), ordentliches Wetter (leider mit ziemlich Gegenwind Richtung Ziel), tolle Landschaft (natürlich), relativ viele Reifenschäden (Gottseidank nicht bei mir) und einer entspannten Stimmung unter den Teilnehmern. Wenn ich mir die Zeiten, der besten Teilnehmer so anschaue, dann ziehe ich meinen Hut. Mit meinen Werten bin ich ganz zufrieden. Diesmal hat die GoPro und die Technik auch gut mitgemacht. Meine Wahoo Elemnt Rival hab ich fast vergessen zu starten, aber nach knapp 3 Minuten geht es mit der Telemetrie los. Für mich war es ein kleines Abenteuer und eine interessante Erfahrung. Das Durbie Dash ist sicher nicht so bekannt und spektakulär wie die Cape Town Cycle Tour, mit fast 30.000 Teilnehmern, aber ich fand das jetzt als Abschluss der Saison genial, weil es mir auch noch mal Vorfreude für die nächste Saison gegeben hat.