ERI-Modell

Willkommen beim Glossar Positiven Psychologie. Mein Name ist Gottfried Epp und ich möchte mit Ihnen heute das ERI-Modell durchgehen. Dabei geht's darum, wie man Gratifikationskrisen durch eine Effort-Reward-Imbalance erklären kann. Let's go! Als erstes möchte ich mit Ihnen durchgehen, was versteht man unter einer Effort-Reward-Imbalance - kurz ERI, die auch namensgebend für dieses Modell ist. Ausgangspunkt ist ein psychologischer Vertrag also ein Vertrag der abseits oder zusätzlich wenn auch nicht in schriftlicher Form zwischen dem Arbeitgeber und bzw. der Arbeitgeberin und der Arbeitnehmerin den Arbeitnehmer geschlossen wird. Auf der einen Seite geht's dabei um die Anforderungen, um die Efforts, die durch den Job gegeben sind, und auf der anderen Seite um die Belohnungen, die Rewards. Das kann neben dem Gehalt auch die wahrgenommenen Belohnungen sein. Sind diese in Balance, so wie hier auf der ersten Folie dargestellt, ist wenn man so schön sagt „alles im grünen Bereich“. Sind die Belohnungen sehr hoch und die Anforderungen sehr niedrig, wird einem möglicherweise langweilig. Sind die Efforts weitaus höher als die Rewards spricht man eben von einer Inbalance, so wie wir das jetzt hier dargestellt haben. Was könnte das im Detail sein, was zu den Efforts dazu gehört. Hier ein paar Beispiele: das kann Zeitdruck sein, Unterbrechungen, ein hoher Verantwortungsbereich - und könnte sagen „vielleicht ein zu hoher Verantwortungsbereich - und sehr beliebt auch eine zu hohe Arbeitsmenge. Rewards können natürlich gehaltsmäßige finanzielle Belohnungen sein oder auch soziale, im Sinne von Anerkennung, Wertschätzung und auch welche die den Arbeitnehmerschutz betreffen, wie die Arbeitsbedingungen oder die Arbeitsplatzsicherheit. Wobei die Arbeitsplatzsicherheit hier gleich in einem doppelten Sinn zu verstehen ist: Einerseits Arbeitsplatzsicherheit im Sinne, dass einem nichts am Kopf fällt oder wie mein Wien sagt „Besser als a Stan am Schädel!“ Kurz gesagt: gute Schutzausrüstungen. Arbeitsplatzsicherheit die zweite: Dass man davon ausgehen kann, dass man den Arbeitsplatz in einem Jahr noch gibt. Was bedeutet Begriff der Gratifikationskrise? Also genauer gefragt: Was versteht man unter einer Gratifikationskrise? Der Begriff der Gratifikation bedeutet, so viel wie Belohnung oder im Arbeitskontext auch zusätzliche Belohnung, Eine Krise ist es dann, wenn man nichts bekommt oder im gefühlter Weise zu wenig. Dann spricht man eben von einer Imbalance, einem Ungleichgewicht. Kritisch wird es, wenn die wahrgenommenen Anforderungen um das 1,5-fache höher sind als die wahrgenommen und Belohnungen und Ressourcen sind. Das ist zahlreichreiche Forschung im belegt, auch Nachfolgeforschungen gehen in die gleiche Richtung. Es wurden schon zahlreiche Fragebögen in verschiedenen Sprachen vorgelegt, und die Ergebnisse deuten in die gleiche Richtung. Wir müssen uns vorher aber noch einen dritten Begriff anschauen, der hier ins Spiel kommt, nämlich das Overcommitment. Die Frage dazu: Was versteht man unter Overcommitment? Commitment könnte man am ehesten übersetzen mit Über-Engagement. Schauen uns das beim Anforderungs-Belohnungs-Modell an. Beim ERI-Modell stehen extrinsische Faktoren im Mittelpunkt wie z.B. Anerkennung in Form von Feedback durch die Vorgesetzten oder auch gute Arbeitsbedingungen. Beim Über- Engagement, oder wie sie original heißt Overcommitment, sind es vor allem innere Faktoren. Zu den intrinsischen Faktoren zählen unter anderem die Verausgabungsbereitschaft oder das Perfektionsstreben sowie mangelnde Distanzierung. Distanzierung heißt, ich kann gut die berufliche Rolle von den eigenen Problemen der privaten Person unterscheiden. https://www.eudaimonic.at/