Crazy Otto Fritz Schulz Reichel - Die beschwipste Drahtkommode 2 (1954)
Fritz Schulz-Reichel (July 4, 1912 – February 14, 1990) was a German jazz and pop pianist. Schulz-Reichel was born in Meiningen. His father was a classical musician, and he began playing piano at the age of six. He developed an unusual technique where he played the melody of a tune with the left hand and the rhythm with the right hand. While he trained to be a concert pianist, he chose a career in pop music, playing light jazz and pop tunes. He invented a device called the Tipsy Wire Box, which could be attached to a piano to make it sound like an out-of-tune barrelhouse upright. (Another interpretation is that "Tipsy Wire Box" was a slang expression for the piano itself, which was merely "detuned"; that is, one of the three strings that make up each note of the main section of the piano is slightly flatted, giving the piano the characteristic sound.) In 1953 he adopted the moniker Schräger Otto (Crazy Otto), and recorded for Deutsche Grammophon. His tunes became hits in Germany, France, England, and America; his albums were released on Decca and MGM in the U.S. and Polydor which were distributed by Philips Electrical Industries Pty. Limited in Australia. In 1955, American musician Johnny Maddox played a medley of his songs, entitled "The Crazy Otto Medley"; this went to #2 on the U.S. charts, and in the U.S. both Reichel and Maddox were subsequently known as "Crazy Otto", to some confusion. "Crazy Otto" is referenced in the song "Ramble on Rose" written by Robert Hunter and performed by the Grateful Dead. Fritz Schulz-Reichel, genannt „Der schräge Otto“ und „Crazy Otto“ (* 4. Juli 1912 in Meiningen; † 14. Februar 1990 in Berlin), war ein deutscher Jazz-Pianist und Komponist. Fritz Schulz-Reichel begann als Konzertpianist und stieß im Jahr 1934 zum Tanzorchester des rumänischen Kapellmeisters James Kok, das nach dessen Emigration 1935 von Erhard Bauschke weitergeführt wurde. Schulz-Reichel spielte dann in der 1937 gegründeten Band von Kurt Hohenberger sowie bei Herb Flemming. Ab 1939 begleitete er Rosita Serrano und 1942 spielte er in Oslo bei Herbert Velmer; er galt zu dieser Zeit – zumindest im Ausland – bereits als bester deutscher Swing-Pianist. Ab 1946 wirkte er in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone im Radio Berlin Tanzorchester mit, begleitete Walter Dobschinski, Johannes Rediske und Helmut Zacharias. Im selben Jahr komponierte er auch seinen ersten erfolgreichen Schlager Wenn ich dich seh’, dann fange ich zu träumen an, dem unter anderem 1949 Im Café de la Paix in Paris, 1951 Am Samstag um vier und 1960 Zwei Verliebte in Paris folgten. Richtig populär wurde er ab 1952 als „Schräger Otto“. Er orientierte sich dabei wesentlich auch am Stil der damals in Großbritannien sehr populären Ragtime- und Honky-Tonk-Pianistin Winifred Atwell; im Gegensatz zu ihr spielte er allerdings den Nachkriegsdeutschen bekannte Evergreens in einem Ragtime-ähnlichen Rhythmus und das nicht auf einem Flügel, sondern auf einem Klavier, bei dem die jeweils mittlere Saite leicht nach oben verstimmt war (für die Aufnahme einiger Titel drückte er auch Reißzwecken in den Filz der Anschlaghämmer), so entstand ein ihm eigener, unverkennbarer – eben „schräger“ – Sound, der etwas an ein Kneipenklavier der Jahrhundertwende erinnerte. 1955 war er unter dem Künstlernamen „Crazy Otto“ mit seinem gleichnamigen Album auch in den USA sehr erfolgreich. Das Album erreichte Platz eins der Charts – damit war Schulz-Reichel noch vor Bert Kaempfert der erste Deutsche, dem dies gelang. Mit Glad Rag Doll und Smiles, den Versionen zweier Hits aus den 1920er Jahren, hatte er auch zwei Erfolge in den Single-Charts, die Platz 19 bzw. 21 erreichten. Ein Medley deutscher Melodien unter dem Titel The Crazy Otto im Stil von Fritz Schulz-Reichel vom amerikanischen Ragtime-Pianisten Johnny Maddox hielt sich im gleichen Jahr volle 14 Wochen lang als Nummer 2 in den US-Charts und wurde die erste über eine Million Mal verkaufte Ragtime-Aufnahme überhaupt. In den 1960er Jahren reüssierte Schulz-Reichel mit einer Serie von Schallplatten, die mit jeweils ergänzten Titeln der Art: „In der Bar …“ bzw. „In einer Bar …“, tanzbare Medleys bekannter Songs als hochqualitativ dargebotene „Bar-Musik“ präsentierte. Gemeinsam mit dem Bristol-Bar-Sextett überzeugt er hier auf höchstem instrumentalen Niveau und mit dem Duktus gekonnt legerer Nebensächlichkeit bei gleichzeitig perfekter Präzision. Vielmehr befleißigt sich der Pianist auf einem gut gestimmten und intakten Instrument eines vorbildlich beherrschten Leggiero-Spiels, das seine unaufdringliche Genauigkeit auch aus der Vermeidung pianistischer Redundanz zugunsten einer fokussierten Tonsatzökonomie gewinnt. Schulz-Reichel, der als Solist bei mehreren Rundfunkorchestern mitwirkte, komponierte auch einige Filmmusiken, trat in zahlreichen Filmen und regelmäßig in Unterhaltungssendungen des Fernsehens der 1960er und frühen 1970er Jahre auf.

Die beschwipste Drahtkomode IV circa 1950.

Dieter Hildebrandt spricht Herbert Wehner - 30.4.86

Crazy Otto - Non Stop (der etwas andere Pianist) 1966 B-Seite

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Crazy Otto - Non Stop(der etwas andere Pianist) 1966 A-Seite

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