Albträume? Diese somatischen Übungen beruhigen dein Nervensystem
DIE WISSENSCHAFT HINTER ALBTRÄUMEN UND DEM KÖRPER Albträume sind nicht einfach zufällige Bilder. Sie können damit zusammenhängen, wie das Gehirn Stress, intensive Emotionen, belastende Erfahrungen oder ungelöste Themen verarbeitet. Während des REM-Schlafs sind emotionale und gedächtnisbezogene Hirnnetzwerke besonders aktiv. Gleichzeitig wird die willkürliche Muskulatur normalerweise stark gehemmt, damit wir unsere Träume nicht körperlich ausagieren. Wenn ein Traum sehr intensiv oder bedrohlich ist, kann der Körper dennoch mit deutlicher Aktivierung reagieren: Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird flacher, Muskeln spannen sich an und du wachst möglicherweise mit einem starken Gefühl von Angst, Unruhe oder Orientierungslosigkeit auf. In manchen Momenten können die Grenzen zwischen Schlaf, Traum und Wachsein kurz verschwimmen. Das wird in der Schlafforschung als REM-assoziierte Überlappung oder REM-Intrusion beschrieben. Das sympathische Nervensystem, das für Kampf-, Flucht- und Schutzreaktionen zuständig ist, kann dabei anspringen, als wäre die Gefahr real. Auch nach dem Aufwachen braucht der Körper manchmal Zeit, um Stresshormone abzubauen und seine beruhigenden Regulationssysteme wieder stärker zu aktivieren. Deshalb kannst du dich nach einem Albtraum noch zittrig, angespannt, ängstlich oder innerlich weit weg fühlen, obwohl du längst weißt, dass du wieder in deinem Bett liegst. Somatische Regulation setzt genau bei dieser körperlichen Nachwirkung an. Statt dich ausschließlich gedanklich beruhigen zu wollen, gibst du deinem Körper die Möglichkeit, die Aktivierung über Bewegung, Atmung und Orientierung langsam abzubauen. So kann dein Nervensystem seinen natürlichen Zyklus wieder vervollständigen: Aktivierung, Entladung und Rückkehr in einen Zustand von Erholung. WIE SOMATISCHE ÜBUNGEN NACH ALBTRÄUMEN UNTERSTÜTZEN KÖNNEN Somatische, also körperbasierte Ansätze, verbinden neurowissenschaftliches Wissen mit dem, was du unmittelbar in deinem Körper wahrnimmst. Wenn du dich rhythmisch bewegst, bewusst atmest, summst oder dich über sanfte Berührung orientierst, sendest du sogenannte Bottom-up-Signale an dein Gehirn und Nervensystem: Die Bedrohung ist vorbei. Du bist jetzt hier. Mögliche körperliche Effekte können sein: -Unterstützung der parasympathischen Regulation: Sanftes Summen und verlängertes Ausatmen können beruhigende Prozesse im autonomen Nervensystem unterstützen und dazu beitragen, Herzschlag und Atmung wieder zu verlangsamen. -Rhythmus und bilaterale Bewegung: Bewegungen wie Wiegen, Schaukeln oder abwechselnde Schritte können beiden Körperseiten einen gleichmäßigen Rhythmus geben. Das kann helfen, dich wieder stärker im Hier und Jetzt zu orientieren und emotionale Aktivierung abklingen zu lassen. -Stressreaktion herunterregulieren: Bewegung kann den Körper dabei unterstützen, nach einer akuten Stressreaktion wieder in Richtung Grundzustand zurückzufinden. Das betrifft unter anderem die HPA-Achse, also das hormonelle Stresssystem des Körpers. Muskelspannung lösen: Zittern, Schütteln und langsame Bewegungen können dabei helfen, Spannung in Bereichen wie Zwerchfell, Nacken, Schultern, Hüften oder Bauchraum wahrzunehmen und sanft zu reduzieren – Regionen, die sich bei Angst und Alarmbereitschaft häufig anspannen. Hauptkanal: / @shebreath_teresa Instagram: shebreath_official TikTok: sheBREATH Substack: sheBREATH Facebook: sheBREATH Website: www.shebreath.com Disclaimer: Die Inhalte auf diesem Kanal dienen ausschließlich Bildungs- und Unterhaltungszwecken. Teresa Trieb übernimmt keine Haftung für Verletzungen, Schäden oder sonstige Folgen, die aus der Anwendung der Informationen oder Ratschläge in diesen Videos entstehen können. Mit deiner freiwilligen Teilnahme an den somatischen Übungen erklärst du dich einverstanden, dies auf eigenes Risiko zu tun und die volle Verantwortung für mögliche Folgen zu übernehmen. Es wird empfohlen, vor Beginn der Übungen ggf. eine medizinische Fachperson zu konsultieren. Die gezeigten Praktiken sind als allgemeine Orientierung gedacht: achte stets auf die Signale deines Körpers und brich ab, wenn du dich unwohl fühlst. Solltest du Empfindungen wie Kribbeln, Gähnen, Zittern, Schwindel oder Benommenheit wahrnehmen, bleib ruhig – das sind normale Reaktionen des Nervensystems.

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