Die "unverwüstliche" Waffe des Zweiten Weltkriegs — Und warum sie fast 70 Jahre im Dienst blieb
Die Pistole achtunddreißig wurde Mitte der neunzehnhundertdreißiger Jahre bei Carl Walther in Zella-Mehlis von Fritz Walther und Fritz Barthelmes entworfen. Sie kombinierten ein neues Verriegelungsverfahren mit einem Spannabzug, um eine Waffe zu schaffen, die schneller feuerbereit war als jede andere ihrer Zeit. Die Wehrmacht entschied, dass diese Konstruktion wichtiger für die Truppe war als fast jede andere Faustfeuerwaffe. Die Pistole – neun Millimeter Kaliber, Schwenkriegelverschluss, Ladeanzeigestift – ging an Wehrmachtsoffiziere, Fallschirmjäger, Panzerbesatzungen und später an Soldaten der Bundeswehr. Sie tauchte auf drei Kontinenten auf, von der Ostfront bis hin zu Konflikten in Rhodesien und Vietnam. Im Jahr zweitausendvier verließ die letzte P eins mit der Seriennummer vierhundertdreiundsiebzigtausendzweihunderteins das Werk in Ulm. Die Waffe war fast siebzig Jahre alt. Sie funktionierte genau wie am ersten Tag. Dies ist die vollständige Geschichte der Walther P achtunddreißig und ihrer Nachfolgerin P eins: wie die Suche nach einer Alternative zur teuren Luger null acht die einflussreichste Militärpistole des zwanzigsten Jahrhunderts hervorbrachte, warum der Schwenkriegelverschluss sie im Feld überlegen machte, was Versuche über die Anfälligkeit des Aluminium-Griffstoffs offenbarten und warum dieser Rahmenwechsel zu einem raffinierten Fälschungsproblem auf dem Sammlermarkt führte. Wenn Sie sich für historische Waffen interessieren, die aus den harten Lehlen des Fronteinsatzes geboren wurden – dann ist dies Ihr Kanal. Abonnieren Sie uns für wöchentliche Einblicke in die Waffen der deutschen Militärgeschichte. BEHANDELTE THEMEN Fritz Walther und Fritz Barthelmes und das Patent des Schwenkriegelverschlusses Warum die Wehrmacht nach der Luger null acht nach einer robusteren Ordonnanzwaffe suchte Die Evolution der Armeepistole zur Heerespistole und die Einführung der P achtunddreißig im Jahr neunzehnhundertachtunddreißig Der schwedische Exportvertrag der Heerespistole als Pistol m neununddreißig Die Funktionsweise des Spannabzugs und die Bedeutung des Ladeanzeigestifts an der Front Die Herstellercodes der Kriegszeit: ac, byf, svw und cyq Der Qualitätsverfall gegen Kriegsende von Brünierung bis Phosphatierung Die Grauen Gespenster: Die französische Nachkriegsfertigung unter dem Kürzel svw Der Weg zur Bundeswehr und die Umbenennung in P eins im Jahr neunzehnhundertdreiundsechzig ab Seriennummer zweihundertdreißigtausend Das Aluminium-Griffstück und die Materialrisse durch starke NATO-Militärmunition Die technische Abhilfe durch verstärkte Verschlüsse und den sechseckigen Stahlbolzen Die Fälschungsproblematik: Erkennung falscher Wehrmachtsstempel auf Aluminiumrahmen Das deutsche Waffenrecht: Die rote Sammler-Waffenbesitzkarte als Hürde für Sammler Der Einsatz beim Wachbataillon der Bundeswehr im feierlichen Protokolldienst zum Weißzeug WICHTIGE QUELLEN Dieter H. Marschall, Walther-Pistolen, für die Entwicklungsgeschichte der Vorkriegsprototypen Warren H. Buxton, The P.38 Pistol, für Herstellercodes, Produktionszahlen und schwedische Lieferungen BMVg, Technische Dienstvorschrift TDv tausendfünf schrägstrich nulldreizehn-zwölf, für Funktionsbeschreibungen der P eins Alexander Krutzek, Die Pistole P.38 / P1, für den Übergang zum Aluminium-Griffstück WEITERFÜHRENDE LITERATUR Dieter H. Marschall, Walther-Pistolen: Modelle eins bis P neunundneunzig Alexander Krutzek, Die Pistole P.38 / P1 der Bundeswehr und ihre Varianten Wolfgang Peter-Michel, Die Pistole 38: Eine waffentechnische Dokumentation Hinweis: Dies ist ein Kanal für Militärgeschichte. Wir bieten keine Anleitungen zur Verwendung, Modifikation oder zum Erwerb von Waffen. Nichts in diesem Video stellt ein Kampftraining oder eine praktische Anleitung dar. BILDNACHWEISE (Creative Commons): • Krunchy99, Nathan W, Verein der Freunde und Förderer der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz e. V., Ruffneck88, Reda Kerbouche, Wolfmann, MOs810, Leif Jørgensen, Szilas, Narodni muzej Pančevo, Auge=mit, Bruce C. Cooper, Vitaly V. Kuzmin, User:Haklc, M11rtinb, George E. Koronaios, JukoFF via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0) • Cocklecanoe, Ebaychatter0, Tomasz Steifer, Feamane, Armurerie-roussel via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0) • Israel Defense Forces, Morten Edvars, Askild Antonsen, Mika Järvinen via Wikimedia Commons (CC BY 2.0) • Falcon® Photography via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0) • Rama via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0 fr) • Spencerpklein, marek7400 via Wikimedia Commons (CC BY 3.0) • User:Bukvoed via Wikimedia Commons (CC BY 2.5) • Federal Bureau of Investigation, Domaine public via Wikimedia Commons (Public Domain / CC0) Lizenzen unter: https://creativecommons.org/licenses/ #WaltherP38 #PistoleP1 #BundeswehrHistory #Militärgeschichte #ForgottenWeapons #ZweiterWeltkrieg #Wehrmacht #Waffentechnik

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